BMW ruft nach Rettungsschirm für Auto-Zulieferer

München - BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner hat einen staatlichen Rettungsschirm für angeschlagene Automobilzulieferer gefordert. "In einer so schwierigen Krisensituation muss der Staat einspringen", sagte Eichiner dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Kontrolle im Conti -Werk in Hannover : Auch der Autozulieferer Continental schickt Beschäftigte wegen der Absatzkrise auf den Automärkten in Kurzarbeit.

Es gebe Anzeichen, dass sich die Lage einiger Zulieferer verschärfe. Die Autohersteller seien damit überfordert, die Blockade des Kapitalmarktes zu überwinden und Mittel zur Verfügung zu stellen. "Wir können das nicht alleine stemmen", sagte Eichiner, der erst vergangene Woche das Finanzressort bei BMW übernahm.

Staatliche Hilfe könnten bald auch die Autobanken in Anspruch nehmen, sagte der Manager "Focus" weiter. So sei zwar die BMW-Bank grundsolide, habe genügend Eigenkapital und könne ihren Verpflichtungen "jederzeit" nachkommen. Wie die anderen Autobanken auch sei sie jedoch für die Absatzfinanzierung darauf angewiesen, sich am Finanzmarkt mit Kapital zu versorgen. Wäre dies weiterhin als Folge der zögerlichen Haltung der Banken nur eingeschränkt möglich, dann seien weitere Schritte erforderlich. BMW und die anderen Hersteller hätten deshalb den Branchenverband VDA beauftragt, wegen des Themas aktiv zu werden.

dpa

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