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Ruhrgas rechnet frühestens 2004 mit Entscheidung über Ostseepipeline

- Die Essener Ruhrgas AG rechnet frühestens 2004 mit einer Entscheidung über ihre Beteiligung am Bau der geplanten Ostsee-Pipeline. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Gasunternehmens, Burckhard Bergmann, in St. Petersburg. Außer mit Ruhrgas, die zum Düsseldorfer E.ON- Konzern gehört, und der Kasseler Wintershall verhandle der russische Gaskonzern Gasprom mit weiteren Partnern über eine Beteiligung an dem auf Milliarden-Projekt.

<P>Essen/St. Petersburg - Bergmann sagte, die Pipeline werde nur realisiert, wenn die wirtschaftliche Basis gegeben sei. Dies könne etwa durch Sicherstellung zusätzlicher Gaslieferungen nach Westeuropa oder die Verlagerung des Transits von Gas aus der Ukraine auf die Ostseeleitung geschehen. Bislang pumpt Russland sein Erdgas durch Weißrussland beziehungsweise die Ukraine nach Westeuropa. Mit beiden Nachbarn gibt es Streit über die Transportgebühren.</P><P>Der Generaldirektor des zum Gasprom-Konzern gehörenden russischen Unternehmens Gasexport, Alexander Medvedev, nannte es den Angaben zufolge falsch, im Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen über den Pipeline-Bau von Problemen zu sprechen. E.ON-Vorstandschef Wulf Bernotat bekräftigte das grundsätzliche Interesse des Energiekonzerns an einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit der russischen Energiewirtschaft. Neben dem Pipeline-Projekt habe E.ON auch Interesse an einer Beteiligung an der Gasproduktion in Russland.</P><P>Eine Beteiligung von E.ON am Bau eines hochmodernen Gaskraftwerks südlich von Moskau könne aus Sicht des Düsseldorfer Unternehmens zu einem Pilotprojekt bei Strom werden, sagte Bernotat. Am Rande der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Jekaterinburg in dieser Woche war eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet worden. Auch bei diesem 500-Millionen-Euro-Kraftwerksprojekt müsse eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals gewährleistet sein, betonte Bernotat.</P><P>Seit dem Beginn russischer Erdgaslieferungen an Deutschland im Jahr 1973 erhielt allein die Ruhrgas rund 430 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Wert von rund 40 Milliarden Euro. Insgesamt wurden in den 30 Jahren rund 650 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland nach Deutschland exportiert. Russland deckt derzeit mit jährlich rund 32 Milliarden Kubikmetern rund ein Drittel der deutschen Erdgasversorgung.</P>

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