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Ob die Netzkosten-Sonderumlage, die wie die Ökostrom-Umlage Teil des Strompreises für Endkunden ist, 2014 weiter steigt, ist noch offen.

Rund 1500 neue Anträge

Immer mehr Firmen wollen Strom-Rabatte

Berlin - Immer mehr Unternehmen beantragen Rabatte bei den Netzentgelten - diese sind von den Bürgern über die Strompreise zu tragen.

Die Zahl für 2013 werde sich auf etwa 1500 neue Anträge belaufen, teilte Wirtschafts-Staatssekretär Stefan Kapferer auf eine Grünen-Anfrage mit. Die Antwort liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zunächst hatte „Spiegel online“ darüber berichtet.

2012 waren bereits 1322 Nachlässe genehmigt worden, 2011 gab es insgesamt 1007 Fälle. Oft gelten einmal beschiedene Ausnahmen über mehrere Jahre. Umstritten ist, dass unter anderem auch ein Golfclub sowie Mastställe, Schlachtereien, Autohäuser und etwa der Berliner Friedrichstadtpalast begünstigt werden. Grund hierfür sind „atypische Netznutzungen“ - etwa eine hohe Stromabnahme abends oder nachts.

Eine bis zum Sommer geltende Komplettbefreiung für über 200 besonders energieintensive Unternehmen war nach einem Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf und auf Druck der EU-Kommission bereits vom Kabinett aufgehoben worden. Sie müssen nun mindestens zehn Prozent der allgemeinen Kosten für den Stromtransport zahlen.

Was Strom ab 2014 kosten kann

Was Strom ab 2014 kosten kann

Um die ganzen Ausnahmen zu finanzieren, wurde eine neue Sonderumlage eingeführt: Jeder Bürger muss in diesem Jahr 0,329 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zahlen. Pro Jahr macht das bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3500 kWh rund 11,50 Euro aus.

Ob die Netzkosten-Sonderumlage, die wie die Ökostrom-Umlage Teil des Strompreises für Endkunden ist, 2014 weiter steigt, ist noch offen. Sie soll in Kürze von den vier Betreibern der deutschen Höchstspannungsleitungen veröffentlicht werden - unklar ist vor allem, wie die Kappung der Komplettbefreiung zu Buche schlagen wird.

dpa

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