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Rußfilter für Diesel-Autos: Förderung deckt Kosten nicht

- Nach jahrelangem Streit ist es jetzt sicher: Wer bei seinem Diesel-Auto nachträglich einen Rußpartikelfilter einbauen lässt, erhält vom Staat 330 Euro Steuer nachgelassen. Das hat der Bundesrat am Freitag gebilligt. Wer es nicht macht, muss Strafsteuer zahlen. Berücksichtigt man nur die Kosten, lohnt sich der Filter trotz Förderung nicht. Dennoch kann der Einbau in vielen Fällen sinnvoll sein, raten Experten.

So wird gefördert

Wer seit 1. Januar 2006 einen Rußfilter nachgerüstet hat oder dies noch bis Ende 2009 tut, bekommt die staatliche Förderung. Voraussetzung: Das Auto muss bis spätestens 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen worden sein. Die Förderung besteht in einem einmaligen Steuernachlass von 330 Euro. "Die steuerliche Förderung wird ab Tag des Nachweises der Nachrüstung bei der Zulassungsstelle gewährt. Für Nachrüstungen zwischen 1. Januar 2006 und 31. März 2007 wird die steuerliche Förderung dagegen einheitlich am 1. April 2007 beginnen", erklärt der ADAC. Für Neuwagen mit Filter gibt es dagegen keine Förderung.

So wird bestraft

Nicht nachgerüstete Pkw mit Dieselmotor und erstmaliger Zulassung bis zum 31. Dezember 2006 sowie Neufahrzeuge, die nicht den künftigen Euro-5-Partikelgrenzwert von 5 Mikrogramm pro Kilometer einhalten, werden bestraft. Sie müssen ab 1. April vier Jahre lang - also bis März 2011 - eine zusätzliche Steuer zahlen. Diese beträgt jährlich 1,20 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum des Fahrzeugs. Wer also ein Auto mit einem 2-Liter-Motor fährt, muss dann 24 Euro im Jahr zusätzlich Steuer zahlen.

Wer betroffen ist

In Deutschland gibt es etwa 10 Millionen Dieselfahrzeuge. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf zufolge sind rund sechs Millionen nachrüstbar. Seine baden-württembergische Kollegin Tanja Gönner sprach sogar von einem Potenzial von sechs bis acht Millionen Diesel-Pkw. Um in Erfahrung zu bringen, ob das Auto nachrüstbar ist, empfiehlt der ADAC, eine Fachwerkstatt aufzusuchen oder bei Herstellern von Partikelfiltern nachzufragen.

Wann Umrüstung lohnt

Trotz Förderung und Strafsteuer: "Von den reinen Kosten her geht es sich sicher nicht aus", erklärt Maximilian Maurer vom ADAC. Denn die Nachrüstung koste in der Regel zwischen 500 und 1000 Euro - weit mehr als die Förderung von 330 Euro und die Strafsteuer. Dennoch könne eine Nachrüstung sinvoll sein. "Man könnte etwa an einen höheren künftigen Widerverkaufswert des Autos denken oder daran, dass man in bestimmten Bereichen ohne Rußfilter möglicherweise nicht mehr fahren darf, wenn entsprechende Umweltzonen eingeführt werden."

So kommen Sie ans Geld

Wer seinen Diesel nachgerüstet hat, muss die Rechnung und Typgenehmigung bei der Zulassungsstelle vorlegen. Dies übernähmen mitunter auch die Werkstätten, heißt es beim ADAC. Die Zulassungsstelle sollte dann eine Mitteilung an das zuständige Finanzamt schicken. Wer schon jetzt nachgerüstet hat, sollte sich im Zweifelsfall an sein Finanzamt wenden.

ANBIETER VON PARTIKELFILTERN

Wer wissen will, ob sein Auto mit einem Partikelfilter nachgerüstet werden kann, sollte sich am besten bei einer Fachwerkstatt beraten lassen. Er kann sich aber auch an Anbieter der Filter wenden:

HJS Fahrzeugtechnik

(Tel.: 0 23 73 / 98 72 22)

Twin-Tec

(Tel.: 0 18 05 / 67 00 12)

Vitkus Abgastechnik

(Tel.: 0 91 03 / 13 33)

K.A.T.

(Tel.: 0 71 91 / 32 05 0)

GAT Katalysatoren

(Tel.: 0 20 43 / 94 00 0)

Tenneco Automotive

(Tel.: 07 00 / 83 66 32 63)

Remus

(Tel.: 0043/3142/69 00 164)

Oberland Mangold

(Tel.: 0 88 24 / 92 98 40)

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