+
Das Lada-Logo in einem Werk in Russland. Foto: Thomas Körbel

Traditionsmarke aus Russland

Russische Automarke Lada optimistisch für 2018

Moskau (dpa) - Der russische Autobauer Avtovaz startet trotz ungewisser Aussichten optimistisch in das Jahr 2018. "Wir erwarten ein Wachstum unseres Absatzes von zehn Prozent", sagte Konzern-Chef Nicolas Maure der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.

Höhere Prognosen wage er nicht, denn "die staatliche Unterstützung (in Russland) wird stark reduziert".

Avtovaz baut die aus Sowjetzeiten bekannte Traditionsmarke Lada. 2017 verkaufte Avtovaz rund 311.000 Fahrzeuge in Russland. Damit ist nach Firmendarstellung jeder fünfte Neuwagen ein Lada. "Mit einem Wachstum von 17 Prozent (im Vergleich zu 2016) liegen wir über dem Marktdurchschnitt von 12 Prozent", sagte der Franzose. Beim Export ziele Avtovaz vor allem auf Nischenmärkte im Nahen Osten, in Zentralasien und Lateinamerika.

Insgesamt ist der Export von Lada mit 24.000 Autos 2017 überschaubar. Bei der Automesse in Detroit kommende Woche ist Lada nicht vertreten.

Ende 2017 hatte der Konzern erstmals seit Jahren wieder Fahrzeuge in das sozialistische Kuba geliefert. "Das ist unser Schaufenster für Lateinamerika, denn in Kuba gibt es viele Touristen", sagte Maure. International solle Lada das Angebot des französischen Herstellers Renault ergänzen. Renault kontrolliert Avtovaz.

Auch Deutschland hat für Lada Schaufenster-Funktion. "Deutschland hat eher einen Image-Nutzen für uns", sagte der Unternehmenschef. Dies zeige russischen Kunden, dass Lada gut genug sei, wenn auch Deutsche die Autos kauften. Generell stehe Westeuropa aber weniger im Fokus, denn die Kosten durch Umweltvorschriften seien hoch.

Mitteilung Lada zur Bilanz 2017

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Autobosse einigen sich nach Zoff um Zukunft der E-Mobilität
Die Autobranche hadert mit der Klimapolitik und muss Milliarden ins E-Auto stecken. VW-Chef Diess will eine konsequente Elektro-Offensive, doch der Plan führte zu …
Autobosse einigen sich nach Zoff um Zukunft der E-Mobilität
EU-Kommission verhängt dritte Milliardenstrafe gegen Google
Die höchste Wettbewerbsstrafe der Geschichte verhängte die EU-Kommission bereits im vergangenen Jahr gegen Google. Diesmal ist der Spartendienst "AdSense for Search" im …
EU-Kommission verhängt dritte Milliardenstrafe gegen Google
US-Notenbank signalisiert 2019 keine weiteren Zinserhöhungen
Seit Ende 2015 erhöht die US-Notenbank peu à peu die Zinsen, um von der Nullzinspolitik der Finanzkrise wegzukommen. Jetzt scheint damit erstmal Schluss zu sein. Eine …
US-Notenbank signalisiert 2019 keine weiteren Zinserhöhungen
Post zieht hunderte Streetscooter vorläufig aus dem Verkehr
Bonn (dpa) - Nach Bränden bei zwei Elektro-Lieferwagen vom Typ Streetscooter hat die Post zeitweise rund 460 der selbstproduzierten Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen.
Post zieht hunderte Streetscooter vorläufig aus dem Verkehr

Kommentare