+
Blick auf eine Pump-Station in Priobskoe des damaligen russischen Öl-Konzerns Yukon.

Europäischer Gerichtshof entscheidet:

Russland soll Milliarden an Yukos-Aktionäre zahlen

Straßburg - Russland ist wegen seines Vorgehens gegen die früheren Eigner des Ölkonzerns Yukos erneut zu einer Milliardenentschädigung verurteilt worden.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg sprach den Aktionären und Rechtsnachfolgern am Donnerstag eine Entschädigung in Höhe von knapp 1,9 Milliarden Euro zu.

Die früheren Eigentümer hatten eine Entschädigung von rund 71 Milliarden Euro gefordert. Sie warfen Russland eine unrechtmäßige Zwangsenteignung zur eigenen Bereicherung vor.

Erst am Montag hatte der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag Russland eine Rekordentschädigung von 50 Milliarden US-Dollar (37,2 Mrd Euro) abverlangt. Die Auflösung von Yukos sei politisch motiviert gewesen. Deshalb müsse die Regierung die ehemaligen Aktionäre entschädigen, hieß es in dem Schiedsspruch.

Wie in den Niederlanden ist auch der Spruch in Straßburg gerichtlich anfechtbar.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ryanair bietet Piloten mehr Geld an
Bis zu 10 000 Euro mehr will Ryanair seinen Flugzeugführern unter anderem in Berlin und anderen Standorten zahlen. Damit will die Airline verhindern, dass es zu weiteren …
Ryanair bietet Piloten mehr Geld an
Lufthansa könnte große Teile der Air Berlin übernehmen
Eine Entscheidung ist es noch nicht, aber die Richtung scheint klar: Der deutsche Marktführer Lufthansa soll bei Air Berlin das größte Stück vom Kuchen haben. Doch der …
Lufthansa könnte große Teile der Air Berlin übernehmen
Ermittler spüren 2433 Mindestlohn-Verstöße auf
Am Bau und im Gastgewerbe stoßen die Ermittler auf die meisten Mindestlohnverstöße. Am auffälligsten sind Erfurt, Magdeburg und Berlin. Aber reichen die Kontrollen aus?
Ermittler spüren 2433 Mindestlohn-Verstöße auf
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten
Die Pläne für eine Thyssenkrupp-Stahlfusion sorgen weiter für Zündstoff. Vor allem in der Belegschaft herrscht große Verunsicherung. Betriebsrat und IG Metall lehnen das …
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten

Kommentare