Rusta verlagert den Betrieb nach Sachsen

- Schwaig - Ein oberbayerisches Traditionsunternehmen ist in die Kostenfalle geraten: Die Firma Rusta in Schwaig (Lkr. Erding) muss ihren Betrieb einstellen. Den 47 Mitarbeitern wurde zum 31. Dezember gekündigt. Es mangelte nicht an Aufträgen und Umsatz, sagte Rusta-Inhaber Albert Ruprecht. Das Problem sei, dass man in Schwaig keine Gewinne mehr erzielen konnte. In der sächsischen Tochterfirma TME-Tischlerei, Metallbau und Einrichtungs-GmbH könne man mit 38 Prozent geringeren Löhnen produzieren.

<P>Zuletzt hatte man einen Auftrag von McDonald's nicht bekommen. Seit 33 Jahren arbeitete Rusta für die Hamburger-Kette. Zwei Konkurrenten hatten sich ebenfalls beworben und waren mit ihrem Angebot unter die Schmerzgrenze von Rusta gegangen. "Heute zählt nur noch der Preis, und da wird hart gekämpft", so der Firmenchef, der die Produktion von Gastronomieeinrichtungen vor 38 Jahren in einer Erdinger Garage aufnahm. "Es tut mir ihm Herzen weh, aber was soll ich machen", klagt Ruprecht. Er hatte bereits Möbel in Tschechien fertigen lassen. Mittlerweile hat er Kontakte nach China geknüpft. Dort könne man zum Beispiel einen Stuhl nach eigenen Vorgaben für zwölf Dollar plus drei Dollar Versand herstellen lassen. Da konnte der Standort Schwaig nicht konkurrieren.<BR>Jetzt hofft der 65-Jährige Ruprecht, dass er seine Produktionshallen an Schlosser oder Schreiner vermieten kann, bei denen der eine oder andere Rusta-Mitarbeiter unterkommen könnte.<BR></P>

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