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RWE tritt beim Umsatz auf der Stelle.

2400 Arbeitsplätze fallen zusätzlich weg

RWE muss Gürtel enger schnallen

Essen - Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE kann ein Jahr nach der Energiewende noch nicht wieder an die alte Ertragsstärke anknüpfen. Jetzt ist Sparen angesagt.

Der neue Konzernchef Peter Terium präsentierte deshalb am Dienstag ein neues Sparprogramm. Es sieht unter anderem den Abbau von 2.400 weiteren Arbeitsplätzen vor - zusätzlich zu den ohnehin geplanten 8.000 Stellenstreichungen.

“Diese Personalmaßnahmen sind unumgänglich, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit von RWE erhalten wollen“, erklärte Terium. In einem Brief an die Aktionäre betonte er, angesichts zunehmender Staatseingriffe, rückläufiger Kraftwerksmargen und eines immer stärkeren Wettbewerbs im Strom- und Gasvertrieb dürfe der Konzern keine Zeit verlieren. “Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen sind alles andere als einfach“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Während der große Rivale E.on am Montag eine deutliche Ergebnisverbesserung präsentierte, tritt RWE eher auf der Stelle. Im ersten Halbjahr 2012 sank der Außenumsatz des Konzerns um 1,3 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis stieg zwar um neun Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis lag mit 1,7 Milliarden Euro aber lediglich auf dem schwachen Niveau des Vorjahres.

RWE-Aktie im Minus

Das neue Effizienzsteigerungsprogramm “RWE 2015“ soll nach dem Willen von Terium das Ergebnis bis Ende 2014 um eine Milliarde Euro pro Jahr erhöhen. Bestandteil dieses Programms ist der bereits vor einigen Tagen bekanntgewordene Abbau von weiteren 2.400 Stellen.

Außerdem plant der Konzern die Gründung einer paneuropäischen Erzeugungsgesellschaft, die die Steuerung der deutschen, britischen und niederländischen Kraftwerke übernehmen soll.

E.on hatte bei seinem Halbjahresbericht nicht zuletzt davon profitiert, dass es dem Konzern inzwischen gelang, bei seinen langfristigen Gaslieferverträgen mit Russland, Norwegen und den Niederlanden günstigere Konditionen auszuhandeln. Hier hat RWE noch Nachholbedarf. Zwar erreichte auch RWE inzwischen Zugeständnisse des norwegischen Lieferanten Statoil, doch steht eine Einigung mit dem russischen Staatskonzern Gazprom noch aus.

Terium bekräftigte die Prognose des Konzerns für das Gesamtjahr. Danach erwartet RWE ein betriebliches Ergebnis und ein nachhaltiges Nettoergebnis auf Vorjahresniveau. Die RWE-Aktie büßte in den ersten Handelsminuten rund ein Prozent an Wert ein.

dapd

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