RWE: Wassergeschäft soll verkauft werden

- Frankfurt/Main - Der Energieversorger RWE hat für sein britisches und amerikanisches Wassergeschäft langfristig planende Investoren im Blick. Dies könnten Finanzinvestoren sein oder aber auch Infrastrukturfonds von Pensionskassen, sagte RWE-Vorstandschef Harry Roels der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". RWE will sich bis Ende 2007 von Thames Water und American Water trennen. Vor fünf Jahren hatte der Konzern beim Kauf der Unternehmen einen zweistelligen Milliardenbetrag ausgegeben.

"RWE hat lange die Idee verfolgt, im Wassergeschäft ein global tätiges Unternehmen zu sein. Das funktioniert jedoch nicht", sagte Roels. Es gebe im Wassergeschäft keinen ökonomischen Vorteil durch Größe. RWE glaube, im Gas- und Stromgeschäft in Europa mehr Geld verdienen zu können. Mögliche Zukäufe sieht Roels in Osteuropa. Wie viel Geld er aus dem Verkauf der Wassertöchter erhofft, verriet Roels nicht. Mit dem Verkaufserlös wolle RWE die Nettoverschuldung auf zehn bis zwölf Milliarden Euro senken, mehr Geld an die Aktionäre ausschütten und ein Finanzpolster schaffen.

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