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Ryanair.

Passagierzuwachs unterschätzt

Ryanair fordert dritten Flughafen für Berlin - dabei ist BER unfertig

Der irische Billigflieger Ryanair fordert neben Tegel und dem neuen, noch unfertigen Großflughafen BER einen dritten Airport. Berlin habe den Passagierzuwachs absolut unterschätzt, sagt Ryanair-Manager Kenny Jacobs.

Ryanair-Manager Kenny Jacobs gab dem Tagesspiegel in Berlin ein Interview. Sein Unternehmen gehe davon aus, dass das Passagieraufkommen bis 2050 auf mehr als 90 Millionen Reisende steigen werde - im vergangenen Jahr wurden in Tegel und Schönefeld 33 Millionen Passagiere abgefertigt. "Der Senat sollte sich lieber Gedanken über den Bau eines neuen Flughafens machen."

Schon heute lägen Tegel und Schönefeld zusammen um sechs Millionen Passagiere über der Startkapazität des BER, sagte Jacobs. Schon bis 2030 werde das Volumen auf mehr als 50 Millionen Fluggäste im Jahr steigen. Das könnte der neue Flughafen allein nicht verkraften. Ryanair unterstütze daher auch das Bürgerbegehren zum Weiterbetrieb von Tegel.

Die Berliner stimmen am Tag der Bundestagswahl in einem Volksentscheid über die Offenhaltung von Tegel ab. Der rot-rot-grüne Senat muss sich aber nicht daran halten. Er lehnt eine Weiternutzung ab und verweist auch auf rechtliche Zwänge. Gegen den innerstädtischen Flughafen sprechen vor allem der Fluglärm, Sicherheitsbedenken sowie die inzwischen marode Infrastruktur. Auch Brandenburg als weiterer BER-Gesellschafter hält an der Schließung von Tegel fest.

Dritter Gesellschafter ist der Bund. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach sich Anfang Juli für eine mögliche Weiternutzung des Airports aus. Ein Regierungssprecher nannte dies einen "persönlichen Debattenbeitrag" Dobrindts.

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AFP

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