Kim will Atomstätten schließen, Inspekteure zulassen - und überrascht mit Olympiabewerbung

Kim will Atomstätten schließen, Inspekteure zulassen - und überrascht mit Olympiabewerbung
+
Der irische Billigflieger Ryanair hat weitere Flugausfälle bis März kommenden Jahres angekündigt.

Ab November

Ryanair kündigt weitere Flugausfälle bis März 2018 an

Der irische Billigflieger Ryanair hat weitere Flugausfälle bis März kommenden Jahres angekündigt.

Dublin - Die irische Billig-Airline Ryanair streicht erneut Tausende Flüge, um ihre Personalprobleme in den Griff zu bekommen. Im Winterflugplan von November bis März werden etwa 18.000 der rund 800 000 geplanten Flüge gestrichen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Dublin mitteilte. Ryanair lässt dafür zunächst 25 ihrer rund 400 Flugzeuge am Boden, im kommenden Sommer seien es dann zehn Flieger weniger als die bislang geplanten 435. Von den Streichungen im Winter sind den Angaben zufolge rund 400.000 Passagiere betroffen.

Unterdessen zog Ryanair auch sein Interesse an der italienischen Pleite-Fluglinie Alitalia zurück, um Management-Kapazitäten zu schonen.

In Deutschland werden die Strecke Köln-Berlin sowie Flüge von und nach Hamburg, Memmingen, Baden-Baden und Frankfurt-Hahn gestrichen. Über die angekündigten Absagen hinaus werde es keine weiteren dienstplanbedingten Flugstreichungen im Winter oder im Sommer 2018 geben, versprach Ryanair-Chef Michael O'Leary in einer Mitteilung.

Mangel an Reservepiloten

Ryanair kämpft derzeit mit erheblichen Planungsschwierigkeiten und einem Mangel an Reservepiloten. Die Airline kündigte Verbesserungen bei den Dienstplänen ihrer 4200 Piloten an und will in den nächsten Monaten 650 neue Piloten rekrutieren. Man habe 2500 Interessenten auf der Liste.

Bei einer Aktionärsversammlung vor etwa einer Woche hatte O'Leary sich für das Flug-Chaos entschuldigt. Schuld seien auch „schwere Managementfehler“ bei der Urlaubsplanung für die Besatzungen. Im ersten Quartal des kommenden Jahres will Ryanair bereits 40 Prozent der 2018er-Urlaubsansprüche erfüllt haben.

Das Unternehmen sicherte seinen Piloten eine verlässliche Urlaubsplanung zu. An den Standorten Dublin, London-Stansted, Berlin und Frankfurt wurden Kapitänen 10 000 Euro und Co-Piloten 5000 Euro zusätzliches Gehalt angeboten. Das war allerdings von einigen Piloten angesichts unklarer Beschäftigungsverhältnisse als unzureichend bezeichnet worden. Ryanair sicherte dazu interne Gespräche in den kommenden Monaten zu. Man werde sich aber weiterhin nicht mit konzernfremden Piloten oder Gewerkschaften auseinandersetzen, betonte die Airline.

Viele Flüge gestrichen

Bereits im September und Oktober hatte die passagierreichste Gesellschaft Europas 2100 Flüge gestrichen. Ryanair wollte damit die eigene Pünktlichkeit verbessern und Urlaubsansprüche der Crews berücksichtigen, wie das Unternehmen angab. Das war auf erhebliche Kritik gestoßen.

Ryanair hat auch kein Interesse mehr an Alitalia. Ryanair werde alle „Ablenkungen für das Management“ vermeiden, begonnen mit dem Interesse an Alitalia, teilte das Unternehmen mit. Die Alitalia-Sonderverwaltung sei darüber informiert worden, dass Ryanair keine Gebote mehr für die ehemalige Staatslinie abgeben werde. Alitalia ist seit Jahren in der Krise und hatte im Mai Insolvenz angemeldet. Dies war bereits vor demselben Schritt bei Air Berlin geschehen, nachdem die gemeinsame Haupteignerin Etihad die finanzielle Unterstützung entzogen hatte.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aldi: Eine Frau erlebt eine böse Überraschung mit Fotobuch
Im Fotobuch von Aldi wollte eine Frau ihre Erinnerungen festhalten. Doch was sie bekommt, gefällt ihr überhaupt nicht: Das gelieferte Buch ist leer, die Fotos fehlen.
Aldi: Eine Frau erlebt eine böse Überraschung mit Fotobuch
Nutzfahrzeugmesse IAA zeigt Zukunft der Transportbranche
Hannover (dpa) - Staus und gefühlt immer mehr Lkw-Unfälle auf den Autobahnen, mehr Paket-Lieferanten in den Innenstädten und die Angst vor Diesel-Fahrverboten: Der …
Nutzfahrzeugmesse IAA zeigt Zukunft der Transportbranche
Tesla: US-Strafermittler wollen mehr Informationen zu Musks Aktien-Tweet
Die überraschende Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk, den Elektroauto-Hersteller von der Börse nehmen zu wollen, ist ins Blickfeld von Strafermittlern geraten.
Tesla: US-Strafermittler wollen mehr Informationen zu Musks Aktien-Tweet
EU-Steuerstreit: Apple legt 14 Milliarden Euro zur Seite
Der iPhone-Hersteller Apple hat im Steuerstreit mit den Wettbewerbshütern der EU mehr als 14 Milliarden Euro auf einem Treuhandkonto hinterlegt.
EU-Steuerstreit: Apple legt 14 Milliarden Euro zur Seite

Kommentare