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Ryanair hatte Mitte Oktober wegen des Absturzes beim britischen Pfund nach dem Brexit ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt. 

Passagierzahlen sollen steigen

Trotz Brexit: Ryanair überrascht mit Gewinnsprung

Der irische Billigflieger Ryanair erreicht im zweiten Quartal einen Passagier-Rekord - und macht trotz der Brexit-Unsicherheit einen Gewinnsprung. Die Airline will ihr Angebot weiter ausbauen.

Dublin - Die Fluggesellschaft Ryanair hat in ihrem zweiten Geschäftsquartal dank eines Rekords bei den Passagierzahlen einen Gewinnsprung verbucht.

Der Überschuss wuchs im Zeitraum Juli bis September um 8 Prozent auf 912 Millionen Euro, wie Europas größter Billigflieger am Montag mitteilte. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Das Halbjahresergebnis verbesserte sich um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,17 Milliarden Euro.

Die guten Zahlen kommen nur wenige Tage nachdem Ryanair die Konkurrenz mit Plänen für neue Angebote vom Frankfurter Flughafen in Unruhe versetzt hat. Von März an will Ryanair mit Flügen nach Spanien und Portugal der Lufthansa an ihrem Heimatstandort Konkurrenz machen.

Auch für die Zukunft rechnet Ryanair damit, dass die Zahl der Passagiere stärker steigen wird als bisher erwartet. Mehr als 200 Millionen Passagiere erwartet das Unternehmen jährlich bis zum Jahr 2024. Zuvor war die Billigfluglinie von 180 Millionen Passagieren pro Jahr ausgegangen. Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 war die Zahl der Ryanair-Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf knapp 65 Millionen geklettert.

Das Unternehmen habe mit seinem Gewinnanstieg im ersten Halbjahr eine "unglaubliche Entwicklung" trotz der schwierigen Marktbedingungen wie Flughafenstreiks, Terrorismus und Brexit-Entscheidung in Großbritannien hingelegt, sagte Unternehmenschef Michael O'Leary.

Die Fluggesellschaft hatte Mitte Oktober wegen des Absturzes beim britischen Pfund nach dem Brexit-Votum ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr senken müssen. Für das kommende Jahr rechnet der Ryanair-Chef in Großbritannien nur mit einem Wachstum von fünf Prozent.

dpa

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