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Ryanair hat seinen Gewinn gesteigert.

Ryanair steigert Gewinn im zweiten Quartal

Dublin - Der irische Billigflieger Ryanair hat im zweiten Quartal 2010/11 seinen Gewinn gesteigert. Auch die neuen Nebeneinkünfte spülten Geld in die Kasse.

Der Nettogewinn des Billigfliegers kletterte in den drei Monaten bis Ende September von 250,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 330,3 Millionen Euro. Der operative Umsatz nahm von 992,1 Millionen auf 1,28 Milliarden Euro zu.

Die Nebeneinkünfte, resultierend aus Gebühren für Gepäck, Online-Check-In und Verpflegung an Bord, wuchsen um 21 Prozent auf 219,9 Millionen Euro. Der Bargeldbestand per Ende September stieg um 212 Millionen auf 3,03 Milliarden Euro.

Die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr hob Ryanair an. Erwartet werde nun ein Nettoergebnis zwischen 380 Millionen und 400 Millionen Euro. Bislang hatte die Prognose auf eine Bandbreite von 350 Millionen bis 375 Millionen Euro gelautet. Seine Prognose eines Umsatzanstiegs von annähernd zehn Prozent bestätigte das Unternehmen indes.

Gleichzeitig warnte die Airline jedoch, dass das Erreichen der Prognose stark von den Umsätzen des vierten Quartals abhänge, über die man noch keine Erwartungen formulieren könne. Wie Ryanair weiter mitteilte, steigen die Kerosinkosten im ersten Halbjahr 2010/11 aufgrund gestiegener Preise um 44 Prozent auf 660 Millionen Euro. Die Zahl der Passagiere nahm um 10 Prozent auf 40,1 Millionen zu.

Durchschnittlich kostete ein Ticket im Sommer 2010 rund 44 Euro. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr, womit die Zunahme in etwa dem Branchendurchschnitt entspricht. In der vergangenen Woche hatte Ryanair mitgeteilt, die Fluggesellschaft werde den Flugbetrieb auf dem Flughafen Hahn im Hunsrück im kommenden Jahr deutlich reduzieren.

Ab Sommer 2011 sollen von dort nur noch 45 statt bisher 54 Ziele angeflogen werden. Die Zahl der wöchentlichen Flüge von Frankfurt-Hahn aus sinkt von 532 auf 382, wie es weiter hieß. Ryanair begründet die Streichung der Flugverbindungen offiziell mit der von der Bundesregierung angekündigten Luftverkehrsabgabe. Diese schade dem Tourismus, erklärte das Luftfahrtunternehmen.

dapd

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