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Ryanair-Maschine auf dem Rollfeld. Irische Ryanair-Piloten haben bereits für den 12. Juli Streiks angekündigt. Foto: Andreas Arnold

Spanien, Italien, Portugal

Ryanair-Streiks Ende Juli

Dublin (dpa) - Passagiere des Billigfliegers Ryanair müssen sich Ende Juli auf Streiks in mehreren europäischen Ländern einstellen. Das Kabinenpersonal wolle am 25. Juli in Italien sowie am 25. und 26. Juli in Portugal, Spanien und Belgien streiken, teilten Gewerkschaften aus den betroffenen Ländern mit.

Als Grund für die Arbeitsniederlegungen nannten sie niedrige Löhne und geringe Sozialleistungen sowie die mangelnde Gesprächsbereitschaft der irischen Fluggesellschaft.

Irische Piloten von Ryanair haben bereits für den 12. Juli Streiks angekündigt. Auch deutsche Piloten fordern von der Fluggesellschaft eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.

Ryanair entgegnet: „Diese Forderungen entbehren jedweder Grundlage, da das Ryanair-Kabinenpersonal bereits:

bis zu 40.000 Euro pro Jahr verdient, mehr als das Doppelte des ‚existenzsichernden' Gehalts

nach einem festen Dienstplan arbeitet, bei dem auf eine 5-Tages-Woche 3 freie Tage folgen (also ein verlängertes Wochenende jede Woche)

nicht mehr als die gesetzlichen 900 Flugstunden pro Jahr fliegen darf (durchschnittlich 18 Stunden pro Woche)

Dienstpläne genießt, die alle Mindestruhezeiten der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) übertreffen

kostenlose Ausbildung, Krankengeld sowie einen jährlichen Zuschuss für die Uniform von 400 Euro erhält

für den Verkauf an Bord mit einer branchenführenden Verkaufsprämie von 10 Prozent belohnt wird

je nach Wunsch bezahlten und unbezahlten Urlaub erhält.

"Ryanair führt bereits umfangreiche Verhandlungen mit nationalen Kabinenpersonal-Gewerkschaften in ganz Europa, in denen all diese und weitere Belange verhandelt werden. In Großbritannien und Italien haben wir bereits Vereinbarungen abgeschlossen", erklärt Robin Kiely, Head of Communications von Ryanair, unserer Onlineredaktion.

mke

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