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Ryanair will seine Kapazitäten für den Winterflugplan kappen.

Aktie stürzt ab

Ryanair wegen sinkender Ticketpreise unter Druck

London - Ein heißer Sommer im Norden Europas hielt offenbar viele Menschen vom Flug in den Süden ab. Ryanair bekam das zu spüren. Der Billigflieger kämpft gegen europäische Konkurrenz und fallende Preise.

Europas größter Billigflieger Ryanair bekommt angesichts eines schärferen Wettbewerbs und dadurch sinkenden Ticketpreise zunehmend Gegenwind. Ryanair-Chef Michael O'Leary setzte am Mittwoch wegen einer schwächeren Nachfrage ein großes Fragezeichen hinter die aktuelle Gewinnprognose des Unternehmens und schickte damit die Ryanair-Aktie, aber auch die Papiere anderer Airlines, auf Talfahrt. Der Gewinn nach Steuern werde im laufenden Geschäftsjahr (31. März) vermutlich am unteren Ende der Prognosespanne von 570 bis 600 Millionen Euro liegen, teilte Ryanair mit.

Sollte der Druck auf die Preise anhalten, könnte er sogar unter diese Marke sinken. Börsianer zeigten sich alarmiert. Ryanair-Aktien verloren im Handelsverlauf bis zu 15 Prozent.

Laut O'Leary waren die Buchungen im Juli bereits schwach ausgefallen, wofür der Manager die Hitzewelle in weiten Teilen Europas verantwortlich machte. Im August habe sich das Geschäft wieder normalisiert, allerdings zeichneten sich jetzt für die Monate September bis November spürbar niedrigere Ticketpreise ab. Als Grund dafür nannte O'Leary den stärkeren Wettbewerb in Märkten wie Großbritannien, Skandinavien, Spanien und Irland, aber auch die Auswirkungen der Schuldenkrise sowie den starken Euro im Vergleich zum Pfund.

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Ryanair will nun seine Kapazitäten für den Winterflugplan kappen. 70 bis 80 Maschinen sollen am Boden bleiben. Gleichzeitig will die Gesellschaft noch aggressiver um Kunden buhlen. Denn andere Billigairlines wie Easyjet oder Norwegian Air Shuttle bieten Ryanair mit niedrigen Preisen Paroli. Zudem bauen die etablierten Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Air France-KLM ihr Angebot in Europa aus oder stoßen in den Discount-Bereich vor. So hat die zur IAG-Gruppe gehörende spanische Gesellschaft Iberia angekündigt, mit Kampfpreisen den Billigfliegern Kunden abjagen zu wollen.

dpa

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