Ryanair kürzt Angebot in Deutschland zusammen

Dublin - Der irische Billigflieger Ryanair will seine Kapazitäten in Deutschland weiter reduzieren, weil ihm die Luftverkehrsabgabe zu teuer ist. Etliche Flughäfen sind vom Sparkurs betroffen.

Grund sei die Luftverkehrsabgabe, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bereits im Oktober hatte Ryanair Streckenreduzierungen am Flughafen Hahn bei Frankfurt zum Sommer 2011 angekündigt.

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Durch die Streckenstreichungen werde Ryanair in Deutschland drei Millionen Passagiere weniger transportieren als in diesem Jahr. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin wird der Billigflieger 2010 hierzulande voraussichtlich rund elf Millionen Passagiere befördern.

Inklusive der bereits im Oktober verkündeten Streichungen am Flughafen Hahn seien in Deutschland rund 3.000 Arbeitsplätze bedroht. Ryanair wird den weiteren Angaben zufolge am Berliner Flughafen Schönefeld vier Strecken streichen. Hierdurch gingen 122 wöchentliche Flüge verloren.

Die Iren erwarten in der Hauptstadt einen Rückgang des Passagieraufkommens um 900.000 Fluggäste. Darüber hinaus wird zum Sommerflugplan 2011 die eingesetzte Flotte am Flughafen Bremen im Vergleich zum Sommer 2010 um eins auf drei Flugzeuge reduziert, wie es weiter hieß.

Diese werden 58 Flüge weniger pro Woche betreiben und acht Ryanair-Destinationen weniger bedienen. Dadurch werde sich das Fluggastaufkommen am Bremer Airport künftig um 400.000 Passagiere verringern.

Zudem werde die am Flughafen Weeze bei Düsseldorf eingesetzte Ryanair-Flotte auf sieben von neun Maschinen reduziert. Für den Regionalflughafen am Niederrhein bedeutet dies laut dem Billigflieger ab Sommer 2011 den Verlust von 13 Verbindungen, 84 wöchentlichen Flügen sowie von 700.000 Fluggästen jährlich.

Während die Streichungen bei innerdeutschen Strecken größtenteils zum 10. Januar in Kraft treten, fallen die internationalen Verbindungen erst zum Sommerflugplan Ende März/Anfang April weg.

dapd

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