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Saab schreibt in seiner 20 Jahre langen Geschichte als GM-Tochter fast durchgängig Verluste und rutschte im vergangenen Jahr wie die Mutter in die Insolvenz.

Neue Hoffnung für Saab

London - Die Schließung des angeschlagenen schwedischen Autoherstellers Saab kann vielleicht doch noch abgewendet werden. Schon am morgigen Montag könnte ein Käufer vorgestellt werden.

Der Mutterkonzern General Motors stehe kurz davor, mit dem Kaufinteressenten Spyker einen vorläufigen Vertrag abzuschließen, schreibt die “Financial Times“ am Sonntag. Schon am Montag könnte die Abmachung offiziell verkündet werden.

Unternehmenskreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass die Verhandlungen in eine gute Richtung liefen. “Eine Garantie für einen Abschluss ist das letztlich aber noch nicht“, hieß es einschränkend. General Motors lehnte auf Anfrage einen Kommentar ab.

Die Zeit für Saab wird knapp. GM-Chef Ed Whitacre hat bereits eine Beratungsfirma damit beauftragt, den traditionsreichen Autohersteller abzuwickeln. Parallel spricht GM mit drei Investoren. Der niederländische Sportwagen-Hersteller Spyker gilt dabei als Favorit.

Der US-Konzern hatte die bisherigen Angebote als konzeptlos und zu niedrig zurückgewiesen. Whitacre hatte 450 Millionen Dollar gefordert. Neben dem Kaufpreis hatte sich die langfristige Finanzierung von Saab als Knackpunkt herausgestellt. GM will verhindern, dass die angeschlagene Tochter nach einem Verkauf unkontrolliert abstürzt.

Zu den Bietern gehört neben Spyker der Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der sich mit der Luxemburger Investment-Firma Genii Capital zusammengeschlossen hat, sowie der ehemalige MAN-Chef Hakan Samuelsson, der mehrere schwedische Investoren um sich geschart hat.

Saab schreibt in seiner 20 Jahre langen Geschichte als GM-Tochter fast durchgängig Verluste und rutschte im vergangenen Jahr wie die Mutter in die Insolvenz. Dank milliardenschwerer Staatshilfen gelang GM zwischenzeitlich der Neustart.

dpa

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