Saban: 700 Millionen für das TV-Imperium

- München - Morgen muss Haim Saban wieder die Karten auf den Tisch legen. Im Poker um die Übernahme von Deutschlands größtem TV-Konzern Pro-Sieben-Sat.1 wird bis zu dieser Sitzung des Kirch-Media-Gläubigerausschusses sein neues Angebot erwartet. An der Filmbibliothek aber ist der US-Medienunternehmer laut "Spiegel" offenbar nicht mehr interessiert.

Saban habe mit seinen Finanzpartnern alle Fragen geklärt, die seinen ersten Anlauf zum Kauf im Juni zum Scheitern brachten, schreibt das Magazin. Diesmal stehe die Finanzierung für die Übernahme der Mehrheit an Pro-Sieben-Sat.1, die Saban und seine Partner 700 Millionen Euro kosten dürfe. Auch eine von dem Unternehmen ausgegebene Hochzinsanleihe über 200 Millionen Euro sei jetzt abgesichert.<BR><BR>"Focus" berichtet dagegen von weiter strittigen Punkten. Damit das Papier an der Börse interessanter werde, wollten die Banken die stimmrechtlosen Vorzugsaktien in Stämme umwandeln. Das wolle Saban verhindern. Außerdem gebe es Rechtsstreit zwischen Kirch-Media und Unternehmen wie dem Hollywoodstudio Universal. Unzufrieden seien die Kirch-Manager zudem mit den von Saban gebotenen sieben Euro pro Aktie. Interne Gutachten gingen von 16 Euro Firmenwert je Anteil aus.<BR>

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