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Saban will Minderheitsbeteiligung

- München/Frankfurt - Bei seinem neuen Anlauf zur Übernahme von ProSiebenSat.1 will der US-Milliardär Haim Saban diesmal selbst nur mit einer Minderheitsbeteiligung bei Deutschlands größtem TV- Konzern einsteigen. Die Offerte sehe eine Saban-Beteiligung von rund 26 Prozent vor, erfuhr die dpa aus Verhandlungskreisen. Die übrigen Anteile sollen an Finanzinvestoren gehen, die Saban unterstützen. Der Gläubigerausschuss soll an diesem Dienstag (5. August) eine Entscheidung treffen.

<P>Der Kaufpreis, den das Konsortium zahlen will, liegt laut Verhandlungskreisen zwischen 7 und 7,50 Euro je Stammaktie. Im Gegensatz zu seiner ersten Offerte will Saban diesmal nur die ProSiebenSat.1 Media AG übernehmen. Der Filmrechte-Handel der zusammengebrochenen KirchGruppe sei nicht Teil des Geschäfts, hieß es. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) forderte Saban zu einer fairen Behandlung der ProSiebenSat.1- Kleinaktionäre auf.</P><P>Im Juni war ein erster Übernahmeversuch Sabans an finanziellen Details gescheitert. Ein Sprecher der insolventen KirchMedia bestätigte nun, dass Saban ein neues Angebot vorgelegt hat. Der ProSiebenSat.1-Aktienkurs stieg wegen der Übernahmespekulationen zeitweise um mehr als sechs Prozent an. Später war der Kurs aber nur noch leicht im Plus bei 7,00 Euro. Es ist unklar, ob Saban auch ein Übernahmeangebot für die börsennotierten, stimmrechtlosen Vorzugsaktien geben wird.</P><P>Der Gläubigerausschuss der insolventen KirchMedia kommt am Dienstag zusammen, um das Saban-Angebot zu diskutieren. "Es sieht ganz gut für ihn aus", hieß es in Finanzkreisen. Allerdings komme ein Verkauf an Saban nur in Frage, wenn das Angebot hieb- und stichfest sei und finanziell 100-prozentig abgesichert. "Eine neue Hängepartie soll es nicht geben."</P><P>Grundsätzlich müsste das Saban-Konsortium auch den Kleinaktionären ein Pflichtangebot machen. Allerdings wollte Saban bei seinem letzten Übernahmeversuch das Angebot an die Besitzer der Vorzugsaktien mit Verweis auf die schlechte Lage bei ProSiebenSat.1 möglichst vermeiden. DSW-Sprecherin Daniela Bergdolt betonte dagegen, das TV- Unternehmen sei kein Sanierungsfall. ProSiebenSat.1 habe im vergangenen Jahr Gewinne erzielt. "Zudem laufen die Werbegeschäfte inzwischen wieder etwas besser." Daher müsse Saban ein Pflichtangebot machen. "Es gibt im Aktienrecht Spielregeln, die auch Saban einhalten muss."</P><P>Ein besonderes Anliegern ist den Aktionärsschützern zudem seit längerem die Umwandlung der Vorzugsaktien. Diese war ursprünglich bereits beschlossene Sache, mit dem Zusammenbruch der KirchGruppe hatte sich das Thema aber zunächst erledigt. Derzeit sind an der Börse nur die stimmrechtlosen Vorzugsaktien notiert. Die Mehrheit der entscheidenden Stammaktien liegt bei der insolventen KirchMedia. Saban ist vor allem an diesen interessiert. "Wir hoffen, dass die Umwandlung mit dem notwendigen Pflichtangebot an die freien Aktionäre kombiniert wird", sagte Bergdolt.</P>

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