DIW sagt für 2008 weiteren Anstieg der Gaspreise voraus

Hamburg - Die deutschen Verbraucher müssen sich auch 2008 auf weiterhin deutlich steigende Energiepreise einstellen, so prognostiziert es das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin nach der Preiswelle zu Jahresbeginn mit weiteren Anhebungen in den Folgemonaten.

Die Energieexpertin des Instituts, Claudia Kemfert, erwartet die nächste Gaspreis-Erhöhung bereits im Frühjahr. Danach werden im März und April voraussichtlich zwei Drittel der bundesweit rund 750 Gasversorger ihre Tarife um durchschnittlich 20 Prozent anheben.

Zur Begründung für die Prognose nannte Kemfert den seit Herbstbeginn stark gestiegenen Ölpreis. "Der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt und hat daher noch Nachholpotenzial", sagte die DIW-Expertin der Zeitung. Die Zeitverzögerung betrage normalerweise sechs Monate. Kemfert bemängelte zudem den geringen Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt und den damit fehlenden Preisdämpfungseffekt. Zum 1. Januar 2008 setzt rund ein Drittel der Gasversorger die Preise um durchschnittlich knapp sechs Prozent herauf.

Wie die Zeitung weiter schreibt, müssen auch Strom-Kunden nach dem 1. Januar mit zusätzlichen Preisrunden seitens der Versorger rechnen. Das DIW sage einen durchschnittlichen Preisanstieg im Jahresverlauf von zehn Prozent voraus.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erholung im Dax nimmt Tempo auf
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag an seine Vortageserholung angeknüpft. Nach einem zögerlichen Start legte der deutsche Leitindex schrittweise weiter zu und …
Erholung im Dax nimmt Tempo auf
Zinswetten-Prozess: Bewährungsstrafen für Ex-OB und Kämmerin
Es ist der juristische Schlussakt einer Finanzaffäre, die weit über Pforzheim hinausgeht. Mit modernen Methoden wollen Wirtschaftsprofis die Kommune am Nordrand des …
Zinswetten-Prozess: Bewährungsstrafen für Ex-OB und Kämmerin
SPD-Chef Schulz attackiert Siemens
Siemens plant einen massiven Stellenabbau - das hat längst auch die Politik erreicht. Nun legt der SPD-Chef nach. Und bei Siemens tobt weiter ein interner Streit.
SPD-Chef Schulz attackiert Siemens
Airline haftet: Sturz auf Fluggastbrücke
Nasse Stelle mit großer Wirkung: Stürzt ein Passagier deshalb auf einer Fluggastbrücke, kann er auf Schmerzensgeld hoffen.
Airline haftet: Sturz auf Fluggastbrücke

Kommentare