+
Solarzellen - eine Technologie, in die der Mischkonzern Samsung Milliarden investieren will.

Samsung will groß ins Solarzellengeschäft einsteigen

Seoul - Der größte südkoreanische Mischkonzern Samsung will in größerem Umfang in die Solarzellen- und Biopharmakaproduktion einsteigen.

Die Gruppe um den Elektronikhersteller Samsung Electronics kündigte am Dienstag an, in den nächsten zehn Jahren insgesamt 23,3 Billionen Won (fast 16 Milliarden Euro) in neue Geschäftsfelder in den Bereichen Gesundheitsindustrie und grüne Technologien zu investieren.

Neben Solarzellen und Biopharmazeutika wählte Samsung dazu bei einem Treffen des Vorsitzendenrats der Gruppe wiederaufladbare Zellen für Hybrid-Elektrofahrzeuge, Leuchtdioden- Technologien (LED) sowie medizinische Geräte aus. Samsung will dabei von den Ausgaben der Regierungen in aller Welt in grüne Technologien profitieren.

Die Staaten müssten sich mit dem Problem der knapper werdenden Energiereserven und dem Umweltschutz befassen, wurde der Vorsitzende von Samsung Electronics, Lee Kun Hee, zitiert. “Diese Gelegenheit müssen wir ergreifen.“ Samsung erwartet, dass sich durch die neuen Wachstumsbranchen bis zu 50 Billionen Won Umsatz für die Unternehmen der Gruppe generieren lassen. Auch sollen 45 000 Arbeitsplätze entstehen.

Ohne die Investitionen nach einzelnen Unternehmen aufzuteilen, kündigte Samsung an, bis 2020 sechs Billionen Won in die Entwicklung und Fertigung von Solarzellen, 5,4 Billionen Won in Antriebszellen für Hybrid-Elektroautos und 8,6 Billionen Won in LED-Technologien zu stecken. Auf die Bereiche Biopharmaka und elektronische Gesundheitsgeräte sollen Investitionen in Höhe von 2,1 Billionen Won beziehungsweise 1,2 Billionen Won entfallen.

Die Pläne wurden angekündigt, nachdem Lee Kun Hee im März das Ruder beim Flaggschiff der Gruppe und weltweit größten Hersteller von Speicherchips und LCD-Fernsehern, Samsung Electronics, übernommen hatte. Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Lee war vor zwei Jahren als Chef der Samsung-Gruppe zurückgetreten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weiteres Grundsatzurteil zum Mindestlohn erwartet
Erfurt (dpa) - Das Mindestlohngesetz beschäftigt erneut das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Heute verhandeln die Bundesrichter darüber, ob Geringverdiener einen Anspruch …
Weiteres Grundsatzurteil zum Mindestlohn erwartet
Allianz-Deutschland-Chef wirft Handtuch
Turbulenzen bei der Allianz: Ein überraschender Rücktritt überlagert die Botschaft, die der Versicherer eigentlich an die Öffentlichkeit bringen will.
Allianz-Deutschland-Chef wirft Handtuch
Dax kaum verändert - Warten auf US-Notenbank
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich fürs Stillhalten entschieden. Vor den mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank (Fed) zur …
Dax kaum verändert - Warten auf US-Notenbank
Niederlande erwarten hohes Wirtschaftswachstum
Den Haag (dpa) - Die Niederlande erwarten ein starkes Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent in diesem Jahr und 2,5 Prozent 2018. Die Entwicklung der Wirtschaft und der …
Niederlande erwarten hohes Wirtschaftswachstum

Kommentare