SAP-Gründer hält Betriebsrat für unnötig

- Hamburg - Im Streit um die Gründung eines Betriebsrats bei Europas größter Softwareschmiede SAP hat sich nach einem Pressebericht Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Hasso Plattner zu Wort gemeldet.

Wie "Der Spiegel" berichtet, schrieb Plattner in einer E-Mail an die Beschäftigten, er könne "die Motivation der Gewerkschaften nicht richtig nachvollziehen". Tragende Säulen des Unternehmens seien "Gerechtigkeit, Offenheit und gesunder Menschenverstand", nicht das Betriebsverfassungsgesetz.

"Bei allem Respekt vor dem Schutz der Minderheiten" verstehe er den "Gesetzgeber nicht, wenn eine neunprozentige Mehrheit den anderen die Bedingungen diktieren kann", schrieb Plattner weiter. Rund 91 Prozent der Belegschaft in der SAP-Zentrale hatten sich gegen einen Betriebsrat ausgesprochen.

Laut "Spiegel" will SAP nun einen eigenen Wahlvorstand für die Betriebsratswahlen vorschlagen, der wahrscheinlich aus Arbeitnehmervertretern des Aufsichtsrates bestehe und nicht aus den Kollegen, die mit Hilfe der IG Metall den Betriebsrat durchsetzen wollten.

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