Schadensersatz für Lehman Brothers-Zertifikate abgewiesen

Itzehoe - Das Landgericht Itzehoe hat die Klage eines Bankkunden auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung beim Kauf von Lehman Brothers-Zertifikaten abgewiesen.

Der Mann sei dem Geldinstitut als risikobereiter Anleger mit Erfahrung im Wertpapiergeschäft und entsprechender Anlagestrategien bekannt gewesen, sagte Gerichtssprecherin Lysann Mardorf am Freitag .

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Der Kläger hätte bereits seit 2005 an riskanten Geschäften wie dem “Daytrading“ teilgenommen. Dabei versucht der Spekulant, durch kurzfristige Kauf- und Verkauf-Aktionen an den Kursschwankungen innerhalb eines Tages zu verdienen. Ein solch risikobereiter Anleger sei bei der Empfehlung der Neuanlage nicht in gleichem Umfang aufzuklären wie ein Neukunde oder wie ein Kunde, der erstmalig ihm unbekannte risikoträchtige Anlagen empfohlen erhält, sagte Mardorf.

Anders als in den vom Landgericht Hamburg entschiedenen Fällen konnte in diesem Fall auch nicht die Grundsätze der als “Kick-Back“-Urteile bezeichneten Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Anwendung finden. Danach muss eine Bank bei der Beratung darauf hinweisen, wenn sie für die Vermittlung des Wertpapiergeschäfts eine Rückvergütung oder Provision erhält, die im Kaufpreis versteckt ist. In diesem Fall hatte die Bank jedoch nur die banküblichen 3,5 Prozent Vertriebsprovision bekommen. 

dpa

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