+
Continental soll Anfang 2009 vom Schaeffler-Konzern übernommen werden. Diesem wird vorgeworfen, sich vor der geplanten Übernahme in die Geschöfte von Conti einzumischen.

Schaeffler: Wir halten uns an Investorenvereinbarung

Herzogenaurach - Der Schaeffler-Konzern hat den Vorwurf zurückgewiesen, er mische sich vor der geplanten Übernahme des Automobilzulieferers Conti in dessen Geschäfte ein. Man halte sich an die Investorenvereinbarung, so Firmensprecher Detlev Sieverdingbeck.

Der Schaeffler-Konzern hat den Vorwurf zurückgewiesen, er mische sich vor der geplanten Übernahme unzulässig in die Geschäfte des Autozulieferers Conti ein. "Die Investorenvereinbarung steht. Wir halten uns an die Investorenvereinbarung", bekräftigte Firmensprecher Detlev Sieverdingbeck am Montag in Herzogenaurach. Conti hatte moniert, dass Schaeffler Einfluss auf die Neu-Verhandlungen mit Banken über die milliardenschweren Kredite für die Übernahme der früheren Siemens- Tochter VDO durch Conti habe nehmen wollen.

Aus Unternehmenskreisen in Herzogenaurach hieß es am Montag, "interessierte Kreise in Hannover" versuchten, beide Unternehmen systematisch gegeneinander auszuspielen, um gezielt das Klima zu vergiften. Dieser "Kleinkrieg" sei destruktiv und liege nicht im Interesse der beiden Unternehmen. Schaeffler werde dies nicht mitmachen. Angesichts der Automobilkrise komme es darauf an, sich voll auf das Geschäft zu konzentrieren. Wenn Schaeffler im Januar neuer Großaktionär bei Conti sei, werde es darum gehen, schnelle und pragmatische Lösungen im Interesse beider Unternehmen umzusetzen.

Unterdessen wird laut einem Pressebericht auch die Führungsposition von Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger in Zweifel gezogen. Eine von Conti ins Spiel gebrachte gemeinsame Automotive Group, die die Zulieferaktivitäten der Niedersachsen und der Franken bündeln könnte, dürfe nicht von Geißinger geführt werden, zitiert das "Handelsblatt" (Montag) aus Conti-Aufsichtsratskreisen. Der natürliche Kandidat dafür sei Conti-Chef Karl-Thomas Neumann. Schaeffler wies den Führungsanspruch der Niedersachsen zurück. Solche Entscheidungen treffe allein Schaeffler als Großaktionär.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"
Berlin - Anlässlich des Beginns der Agrarmesse "Grüne Woche" haben Tausende in Berlin unter dem Motto "Wir haben es satt!" für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft …
18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"
Müller: BER-Eröffnung 2017 "kann nicht mehr funktionieren"
Berlin - Nun wird allmählich offiziell, was sich schon länger andeutete: Mit dem neuen Hauptstadtflughafen wird es auch 2017 nichts.
Müller: BER-Eröffnung 2017 "kann nicht mehr funktionieren"
Weltgrößte Wassersport-Messe "Boot" eröffnet
Düsseldorf - Über 1800 Aussteller aus 70 Ländern präsentieren in Düsseldorf auf der weltgrößten Wassersportmesse „Boot“ wieder ihre Produkte vom Surfbrett bis zur …
Weltgrößte Wassersport-Messe "Boot" eröffnet
Nach Trump-Party: Euphorie an der Börse schwindet
Frankfurt/Main - Nach dem Wahlsieg von Donald Trump sind die Aktienkurse in die Höhe geschossen. Doch nun kommen bei Anlegern die Sorgen zurück. Denn niemand weiß genau, …
Nach Trump-Party: Euphorie an der Börse schwindet

Kommentare