+
Kotzias: "Wie kann man eine Europäische Union haben ohne Griechenland?" Foto: Sergei Chirikov/Archiv

Außenminister Kotzias sieht Griechenland von Europa erpresst

Köln (dpa) - Griechenland wird nach den Worten seines Außenministers Nikos Kotzias von der Europäischen Union erpresst. "Was läuft, ist Druck", sagte Kotzias am Freitagabend beim Philosophie-Festival Phil.Cologne in Köln.

Dem Land werde fortwährend gesagt, dass es die Bedingungen der EU erfüllen müsse, nach dem Motto: "Wenn ihr jetzt nicht unterschreibt, dann seid ihr tot." So könne die griechische Wirtschaft unmöglich wieder auf die Beine kommen. "Die natürliche Reaktion ist, dass die Leute ihr Geld von der Bank abheben." Er hoffe, dass am Ende ein Kompromiss zustande kommt.

Auf den Einwand, auch die neue griechische Regierung gehe nicht gegen Steuerhinterzieher und Oligarchen vor, sagte der Professor für politische Theorie, dies werde durchaus versucht. Aber: "Wir haben große juristische Schwierigkeiten, gegen diese Leute vorzugehen."

Der Minister bestritt auch, dass seine Regierung Klientel-Politik und Vetternwirtschaft fortführe. Es stimme zwar, dass Verwandte von Ministern und des Regierungschefs in hohe Ämter geholt worden seien. Aber dabei sei allein deren Kompetenz ausschlaggebend gewesen.

Kotzias - der fließend Deutsch spricht und mit einer Deutschen verheiratet ist - zeigte sich überzeugt davon, dass Griechenland auf Dauer in der EU bleiben werde. "Wie kann man eine Europäische Union haben ohne Griechenland?", fragte er. Schon der Name Europa komme schließlich aus der griechischen Mythologie.

Broschüre BMF zu G7-Treffen

Mitteilung OECD zu BEPS vom 06.02.2015

Erklärung G20-Gipfel Brisbane

Fragen und Antworten OECD zu BEPS-Vorschlägen

OECD-Aktionsplan gegen Steuergestaltung

BMF zu Steuergestaltung

Erklärung Finanzaufsicht Bafin zu Kapitalpuffer Glac und Tlac

Mitteilung IWF zu Ukraine-Hilfspaket

Informationen zu G7-Finanzgipfel Dresden

Fragen und Antworten zum G7-Finanzgipfel in Dresden

Teilnehmer G7-Finanzgipfel Dresden

Bundesregierung zu deutscher G7-Präsidentschaft

Bundesbank zu deutscher G7-Präsidentschaft

Bundesbank zu Staatsanleihen in Bankbilanzen

IWF-Chefvolkswirt Blanchard im "Handelsblatt"

Varoufakis-Interview in Vima FM

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Diskriminierung: Ford zahlt bis zu 10,1 Millionen Dollar
Der US-Autohersteller Ford hat einen millionenschweren Vergleich wegen des Vorwurfs sexueller und rassistischer Diskriminierung akzeptiert.
Diskriminierung: Ford zahlt bis zu 10,1 Millionen Dollar
Allianz Deutschland wächst kräftig
Unterföhring (dpa) - Die Allianz legt auf ihrem deutschen Heimatmarkt kräftig zu. Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 …
Allianz Deutschland wächst kräftig
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
Macht Amazon kleineren Händlern den Garaus? Das Bundeskartellamt befürchtet genau das. Deswegen will Chef Andreas Mundt nun rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und so „die …
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen
Chinas Regierung will für Ordnung im Firmenregister sorgen. Darunter leidet nun unter anderem ein Kondomhersteller mit einem enorm langen Namen.
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen

Kommentare