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Mit einer Hand die Welt einfangen: Mit kompakten Camcordern ist das kein Problem.

Camcorder im Test

Scharfes Bild, schlechter Ton

Es sind praktische Urlaubsbegleiter und digitale Gedächtnisse. Mit dem Camcorder können Verbraucher die schönste Zeit im Jahr einfangen und zuhause in bewegten Erinnerungen schwelgen. Die Geräte liefern gute Bilder – nur der Ton bleibt meist auf der Strecke, kritisiert Stiftung Warentest.

Handlich, bildscharf, speicherstark – so präsentiert sich die neue Generation von Camcordern. Doch das kleine Format hat nicht nur Vorteile: „Der Ton war schon mal deutlich besser“, schreibt die Stiftung Warentest in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 7/09). Und das sei kein Wunder: Weil die Geräte immer kleiner werden, liegt das Mikrofon immer dichter an Störquellen wie Lüfter, Laufwerk oder Zoommotor. „15 von 19 Geräten im Test klingen mies“, urteilen die Tester. Darunter auch der teuerste Camcorder im Test : der Panasonic HDC-HS300 für 1460 Euro.

Speicher in drei Varianten

Statt Mini-DV-Kassetten speichern die getesteten Geräte die Aufzeichnungen auf Festplatte, Speicherkarte oder DVD. Die DVD-Variante vereinfacht klar die Archivierung, da es kein anderes Medium zum Überspielen oder Speichern braucht. Allerdings muss bei längeren Aufnahmen die DVD häufig gewechselt werden und die Geräte sind aufgrund des Durchmessers des Rohlings relativ hoch. Mit einer sehr viel kleineren Festplatte lassen sich hingegen bis zu 30 Stunden in höchster Qualität aufnehmen. Wer ein Gerät mit Speicherkarte oder Memory-Stick benutzt, hat ebenfalls lange Aufnahmezeiten und keine störenden Laufwerkgeräusche. Allerdings haben diese Modelle einen hohen Preis.

Günstigere Videos in hoher Auflösung

Die sogenannte HD-Qualität (High Definition), die hochauflösendes Bildmaterial einfängt, wird den Testern zufolge immer günstiger. Allerdings steckt nicht in jeder HD-Kamera HD-Qualität. „Zwei der getesteten HD-Camcorder waren zwar schon für weniger als 200 Euro zu haben, doch ihre Videos sind nur ,ausreichend‘ (Kodak Zi6) und ,mangelhaft‘ (Medion Life P47005)“, kritisierte Stiftung Warentest. Wer seine HD-Aufnahmen in vollem Umfang genießen möchte, brauche aber in jedem Fall ein hochauflösendes Fernsehgerät.

Wer auf gestochen scharfe Bilder Wert legt, ist mit dem Testsieger Panasonic HDC-SD20 gut beraten, urteilen die Tester. „Er ist der einzig ,gute‘ Camcorder im Test und mit 615 Euro für ein HD-Gerät auch relativ preisgünstig.“ Die „beste Videoqualität“ bietet jedoch der Sanyo Xacti VPC-HD2000 für 585 Euro. Das beste Modell mit Standardauflösung (SD) ist der geprüfte JVC GZ-MG645 (495 Euro).

Verwackelte Zoom-Monster

Die Anbieter der günstigeren Standardcamcorder protzen mit gewaltigen Zoomfaktoren und werben mit bis zu 70-facher Vergrößerung. Doch da hält selbst der beste Bildstabilisator nicht mehr mit. „Jedes Zittern bei der Aufnahme wirkt auf den Videos wie ein kleines Erdbeben“, schreibt Stiftung Warentest. Verwackelte Bilder seien die Konsequenz. Qualitativ hochwertige Geräte beschränken sich beim Zoomfaktor auf das 5- bis 15-Fache.

mm

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