Scheinselbstständigkeit nimmt zu

Bielefeld - Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Bundeszollverwaltung hat im Kampf gegen eine stark zunehmende Scheinselbstständigkeit 2000 Ermittlungsverfahren gegen Firmen eingeleitet. Zudem gebe es bundesweit 4000 Prüfverfahren wegen eines Anfangsverdachts, berichtete das Bielefelder "Westfalen-Blatt".

Besonders betroffen sei der Bausektor.

Immer mehr Firmen in Deutschland erklären dem Bericht zufolge mit Hilfe von kriminellen Agenturen früher angestellte Arbeiter zu Selbstständigen. Büros täuschten falsche Tatsachen vor und besorgten Gewerbeanmeldungen, Steuernummern, Niederlassungsadressen und Wohnschriften für die angeblichen "Ein-Mann-Betriebe". Es würden dann je nach Branche 50 bis 75 Prozent weniger ausgezahlt als ein abhängig Beschäftigter erhalte. Auch im Reinigungsbereich, bei Kurierdiensten sowie im Taxi- und Speditionsgewerbe komme Scheinselbstständigkeit häufig vor.

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