+
Die Deutsche Bahn auf Schadensersatz einigte sich mit der Firma Stahlberg-Roensch außergerichtlich.

Wegen Preisabsprachen

Schienenkartell: Bahn bekommt weiteren Schadensersatz

Berlin - Ein weiteres Unternehmen hat sich mit der Deutschen Bahn auf Schadenersatz wegen verbotener Preisabsprachen bei der Lieferung von Schienen verständigt.

Die außergerichtliche Einigung wurde mit Stahlberg-Roensch und dessen früherem Eigentümer Constantin Stahlberg erzielt, wie die Bahn am Montag in Berlin mitteilte. Stahlberg-Roensch gehört seit 2010 zum Vossloh-Konzern. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ zahlt das Unternehmen einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag an die Bahn. Zuvor hatte sich die Bahn mit Voestalpine und Thyssenkrupp geeinigt.

Das Schienenkartell hatte in den Jahren 2001 bis 2011 Preise für Gleise und Weichen abgesprochen. Der Fall flog 2011 durch anonyme Strafanzeigen auf. Das Bundeskartellamt verhängte gegen die vier beteiligten Unternehmen Bußgelder von insgesamt 134,5 Millionen Euro.

Zuletzt musste Moravia Steel vor drei Jahren 10 Millionen Euro zahlen. Der tschechische Konzern habe sich als letzter Kartellbeteiligter noch nicht auf einen Vergleich eingelassen, teilte die Deutsche Bahn mit. Die Bahn versuche deshalb weiterhin, ihren Schadenersatz-Anspruch gegen Moravia Steel mit einer Klage vor dem Landgericht Frankfurt durchzusetzen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

BMWs selbstfahrendes Auto kommt aus Dingolfing
Dingolfing - Die Revolution des Straßenverkehrs soll auch von Niederbayern ausgehen: BMW will sein komplett selbstfahrendes Auto „iNext“ in Dingolfing bauen.
BMWs selbstfahrendes Auto kommt aus Dingolfing
Milliarden-Projekt soll Bahn mehr Kunden bringen
Berlin - Um profitabler zu werden, setzt die Bahn auf mehr Qualität und fährt die Investitionen in die großen Bahnhöfe hoch. Nicht alles ist für die Kunden jedoch …
Milliarden-Projekt soll Bahn mehr Kunden bringen
Dieseldebatte lässt Autoindustrie bangen
Die Autokonzerne haben kräftig in Dieselmotoren investiert und verkaufen jedes zweite Fahrzeug in Europa damit. Aber nach dem klimaschädlichen CO2 sind jetzt die …
Dieseldebatte lässt Autoindustrie bangen
Krise bei Air Berlin und Alitalia: Am Tropf der Araber
Seit Jahren ist Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft defizitär. Seitdem hängt sie finanziell am Tropf ihres Großaktionärs in Abu Dhabi. Nun droht Air Berlin das …
Krise bei Air Berlin und Alitalia: Am Tropf der Araber

Kommentare