Der schlafende Riese schwingt den Spaten

- Garching - Ein schlafender Riese zückt den Spaten. General Electric, der in Deutschland oft unterschätzte US-Konzern, hat in Garching mit dem Bau des europäischen Forschungszentrums begonnen. In dem 10 000 Quadratmeter großen Gebäude soll ab Sommer 2004 in den Schwerpunktbereichen Alternative Energien, Sensor-Technologie, Medizin- und Automobiltechnik geforscht werden.

<P>GE investiert in Garching rund 52 Millionen Dollar. Es ist die größte Niederlassung des US-Riesen in Europa. 150 Wissenschaftler aus aller Welt sollen hier forschen. "Es ist großartig, in Deutschland zu sein", begrüßte Jeffrey Immelt, Chef des Mega-Konzerns, seine Gäste. An der Seite von Bundesinnenminister Otto Schily, Staatsminister Hans Zehetmair und Garchings Bürgermeister Manfred Solbrig trieb er den Spaten in die Erde. Von diesem Tage an, versprach Immelt, sei Garching eingebunden in das globale Netzwerk von GE, dem - laut Börse - weltweit größten Technologiekonzern.</P><P>Großes Lob zollten die Minister Schily und Zehetmair der Stadt. Es sei kaum zu glauben, "in welch kurzer Zeit wir ans Werk gehen können", sagte Zehetmair. Gut ein halbes Jahr nur ist seit den ersten Kontakten zwischen GE und der Stadt vergangen.</P><P>GE-Deutschlandchef Thomas Limberger fühlt sich im Kreis München bereits derart willkommen, dass er ankündigte, GE werde am Standort Garching expandieren und ab 2005 in unmittelbarer Nachbarschaft ein weiteres Gebäude dieser Größenordnung errichten. Bisher galt General Electric in Deutschland als schlafender Riese. Das Unternehmen hat hier rund 5400 Beschäftigte und macht 4,4 Milliarden Euro Umsatz. Ende der Woche gibt GE die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr bekannt.<BR></P>

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