Schlechte Energiebilanz: China lässt 2000 Fabriken schließen

Peking - Die chinesische Regierung lässt bis Ende September mehr als 2.000 veraltete Fabriken mit schlechter Energiebilanz schließen. Betroffen sind unter anderem die Stahl-, Zement- und Aluminiumindustrie.

Das teilte das Industrieministerium mit. Ein Fünfjahresplan zur Verbesserung der Energie-Effizienz hat nach Behördenangaben wegen der gestiegenen Nachfrage nach Zement, Stahl und weiteren energieintensiven Produkten in diesem Jahr einen Rückschlag erlitten. Die betroffenen Fabriken verlieren bis Ende kommenden Monats ihre Zertifikate für den Schadstoffausstoß, erhalten keinen Strom mehr und Banken dürfen mit ihnen keine Geschäfte mehr machen, wie das Ministerium am Sonntag mitteilte.

Betroffen sind mit jeweils mehr als 200 Produktionsstätten vor allem die Provinzen Henan in Zentralchina und Shaanxi im Norden des Landes. China hat nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) die USA im vergangenen Jahr als größter Energieverbraucher der Welt überholt. Wegen seiner großen Bevölkerungszahl liegt die Volksrepublik beim pro-Kopf-Verbrauch aber weiter hinter Washington.

dapd

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