Schlechte Konjunktur drückt Mieten

- München - Die Lage am Münchner Wohnungsmarkt hat sich leicht entspannt: Bei Neuvermietungen gingen die Wohnungsmieten vom Frühjahr 2002 bis zum Frühjahr 2003 um bis zu elf Prozent zurück, berichtete der Chef des "Rings Deutscher Makler" (RDM) in Bayern, Johannes Schneider.

<P>München ist seit langem die Stadt mit den bundesweit höchsten Mieten. Dort "sind die beklagten Schlangen bei Besichtigungsterminen deutlich kürzer geworden oder gar verschwunden", sagte Schneider. Ursache sei die schlechte Konjunktur. Der Bau neuer Mietwohnungen bewege sich weiter "auf einem beängstigend niedrigen Niveau"; dies steht einem größeren Verfall der Mieten mittelfristig im Wege, sagen Experten.</P><P>Unter der schlechten Wirschaftslage litten am stärksten Erstbezugs-Wohnungen. Sie stünden teils bis zu sechs Monaten leer, bis ein neuer Mieter gefunden sei, teilte Peter Miller vom Verband deutscher Makler mit.</P><P>Demgegenüber hätten die Mieten in den anderen bayerischen Großstädten sowie in den Mittelstädten bei Neuvermietung angezogen. Nach den Erhebungen des RDM-Bayern Marktforschungsinstituts kostete eine 70 Quadratmeter große Wohnung bei Neuvermietung in München je nach Lage zwischen 8 und 11 Euro je Quadratmeter (Kaltmiete), in Nürnberg dagegen nur zwischen 4,80 und 6,80 Euro, in Würzburg zwischen 5 und 6,30 Euro, in Augsburg zwischen 4,50 und 6 Euro und in Regensburg zwischen 4,30 und 6,20 Euro.</P><P>Bei den Mittelstädten war Rosenheim mit 6 bis 7,40 Euro am teuersten; Bayreuth (5 bis 6 Euro), Kempten (4,20 bis 6,20 Euro) und Passau (4 bis 5,20 Euro) lagen in der Mitte, am billigsten schnitt Hof mit 2,50 bis 4,60 Euro ab.</P>

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