Wie man schlechte Noten ausbügelt

- München - Ein gutes Zeugnis in der Bewerbungsmappe allein ist keine Erfolgsgarantie. Doch wer das nicht vorweisen kann, wird womöglich aussortiert. Nur mit Interesse und Engagement lässt sich manche Schwäche der Papierform ausgleichen. Man muss sich nur das Richtige einfallen lassen.

<P>Eine schriftliche Bewerbung bei einem Großunternehmen hat kaum Sinn, wenn man den "Quali" mit Ach und Krach gerade geschafft hat. Unter vielen Bewerbungen wird neben dem Eindruck, den die Bewerbung macht (Rechtschreibung, Form), das Zeugnis zur Messlatte. Wer schlecht ist, fällt raus.</P><P>Viertel durchkämmen</P><P>Um trotz schlechter Noten an eine Stelle zu kommen, muss man sich auf die Fersen machen: Das bestätigt Jörg Engelmann von der Industrie- und Handelskammer. Oft sei es sinnvoll, das eigene Stadtviertel nach Betrieben zu durchkämmen, die ausbilden könnten.</P><P>Grenzen ausloten</P><P>Dabei muss man seine Grenzen kennen. Bei schlechten Noten sollte man eher einen Beruf ins Auge fassen, bei dem es auf praktische Fertigkeiten ankommt. Ausbildungsbetrieben mit praktischer Orientierung ist der Hauptschulabschluss bei hohem Engagement lieber als die mittlere Reife gepaart mit Null-Bock-Mentalität.</P><P>Initiative ergreifen</P><P>Man sollte den Mut haben, selbst anzuklopfen. Schon, weil man zeigt, dass man selbst die Initiative ergreift, sammelt man den ersten Pluspunkt. Signal: Der nimmt etwas in die Hand.</P><P>Gut informieren</P><P>Das allein reicht aber noch nicht. Man sollte, bevor man loslegt, ziemlich genau wissen, was einen erwartet. Die beste Hilfe über ein Berufsbild bietet www.berufenet.de. Hier erfährt man alles über einzelne Ausbildungsberufe. Wer zeigt, dass er sich mit der Materie schon auseinander gesetzt hat, sammelt den nächsten Pluspunkt. Signal: Ernsthaftes Interesse.</P><P>Der erste Eindruck</P><P>Auch wenn Anzug und Krawatte für den Spengler in spe nicht nötig sind, sollte der erste Eindruck nicht durch abgerissenes Outfit beschädigt werden. Tolle Piercings und Tattoos sind ungeeignet, schlechte Noten zu entkräften. Also auf den nächsten Pluspunkt achten: Den muss man nicht verstecken.</P><P>Auf Probe</P><P>Auch wenn ein Unternehmen trotz aller Argumente nicht ausbilden will oder mit einem Ausbildungsvertrag zögert, kann man um ein Praktikum oder eine Schnupperlehre nachfragen. Das bringt zwar kein Geld, aber möglicherweise später eine Lehrstelle oder zumindest ein Zeugnis, mit dem man seine Startchancen bei weiteren Bewerbungen verbessert.</P><P>Berufsinformationen im Internet: www.berufenet.de<BR><BR></P>

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