+
An der New Yorker Börse ist die Stimmung düster. Dem Auto-Riesen General Motors droht sogar die Pleite.

US-Konjunktur: Alarmierende Zahlen – Börsianer in Sorge

Schlechteste Arbeitsmarktlage seit 25 Jahren

New York – Die Wirtschaftskrise schlägt in den USA mit Wucht auf den Arbeitsmarkt durch: Die Arbeitslosigkeit stieg im Februar auf 8,1 Prozent. Das ist die höchste Arbeitslosenquote in den USA seit 25 Jahren. Im Februar wurden insgesamt 651 000 Jobs gestrichen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.

Die US-Firmen haben in den vergangenen vier Monaten insgesamt 2,6 Millionen Jobs gestrichen. Seit Beginn der Rezession in den USA im Dezember 2007 gingen 3,6 Millionen Arbeitsplätze verloren.

„Wir sind fast schon in einem Stadium der Panik“, sagte der Wirtschaftsexperte Ethan Harris von dem Finanzinstitut Barclays Capital. Viele Unternehmen passten jetzt ihre Mitarbeiterzahl der tiefen Rezession an. „Es gibt keinen Hinweis, dass der Tiefpunkt bereits erreicht wurde“, sagte die Wirtschaftsexpertin Ellen Zentner (Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ) in New York.

Alarmierende Nachrichten aus dem Bankensektor und Sorgen um General Motors haben auch den amerikanischen Aktienmarkt erneut auf Talfahrt geschickt. „Die Autoindustrie wird entweder ausgelöscht oder verstaatlicht, und ähnlich ergeht es Teilen des Bankensektors – so langsam sieht es wirklich düster aus“, beschrieb Fondsmanager Rick Campagna von Provident Investment Council die Stimmung am Markt.
Der Dow Jones Industrial hatte am Donnerstag mit minus 4,09 Prozent bei 6594,44 Zählern erstmals seit April 1997 unter 6600 Punkten geschlossen.

Auch die Aktien von General Motors (GM) sackten um über 15 Prozent ab. Der nur noch dank Staatshilfen überlebende US-Autobauer hat vor der eigenen Insolvenz gewarnt. Es bestünden grundsätzliche Zweifel, ob das Unternehmen fortgeführt werden könnte, sollte es nicht in der Lage sein, die Verluste zu beschränken und neue Barmittel zu generieren, hieß es im Jahresbericht für die US-Börsenaufsicht SEC. Analysten befürchten, dass auch die Zulieferer deutlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Kunden erfreuen
Der Discounter Lidl verbessert seinen Service an der Kasse. Die Verbraucher, vor allem aus ländlichen Regionen, werden sich definitiv darüber freuen.
Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Kunden erfreuen
USA zeigen sich offen für Handelsabkommen mit der EU
Bundesfinanzminister Scholz will den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen. Beim G20-Treffen in Buenos Aires wirbt er wortreich für den Freihandel. Gerade die USA, die …
USA zeigen sich offen für Handelsabkommen mit der EU
Bei diesem Aldi-Produkt sind gleich mehrere Sachen faul
Ein Aldi Kunde erhebt über Facebook Vorwürfe gegen den Discounter. Ein Produkt weise gleich mehrere Mängel auf einmal auf. Das Unternehmen reagiert sofort.
Bei diesem Aldi-Produkt sind gleich mehrere Sachen faul
Schmerzliches Ende der Ära Marchionne
Der Mann, der Fiat und Chrysler rettete, sollte eigentlich erst 2019 abtreten. Doch nun endet die 14-jährige Erfolgsgeschichte von Sergio Marchionne schon jetzt - …
Schmerzliches Ende der Ära Marchionne

Kommentare