Neues Erdbeben in Mexiko

Neues Erdbeben in Mexiko
+
Viele Schlecker-Filialen sind bereits seit Anfang April geschlossen.

Schlecker: Beschäftigte sollen blechen

Ehingen - Nach dem 11 000 Mitarbeiter ihre Jobs verloren haben, werden nun Verhandlungen für die verbliebene Belegschaft geführt. Es geht um die Arbeitsbedingungen während der angestrebten Sanierung.

Zur Rettung der insolventen Drogeriekette Schlecker werden nun die verbliebenen 13 500 Beschäftigte zur Kasse gebeten. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will nach bisherigen Informationen für einen befristeten Zeitraum einen Verzicht zum Beispiel auf Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld aushandeln. Zum Auftakt der neuen Gesprächsrunde nach dem Jobverlust von 11 000 Schlecker-Beschäftigten trafen sich Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi mit der Insolvenzverwaltung am Mittwoch in Kassel. Mit einem Ergebnis wird noch nicht gerechnet.

Verdi will nach Angaben der Gewerkschaft Garantien durchsetzen, dass für den betreffenden Zeitraum betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Auch schlägt Verdi eine Umwandlung der Mitarbeiter-Ansprüche in eine Kapitalbeteiligung am Unternehmen vor. Nach dem Scheitern einer Transferlösung erhielten rund 11 000 Schlecker-Mitarbeiterinnen vergangene Woche ihre Kündigung.

Sichere Arbeitsplätze und gerechte Behandlung

Die Vorsitzende des Schlecker-Gesamtbetriebsrats, Christel Hoffmann, will vor allem, dass am Ende der Verhandlungen sichere Arbeitsplätze und eine gerechte Bezahlung herauskommen. “Gemeinsam mit der Gewerkschaft ist das unsere Hoffnung und unser Ziel“, sagte Hoffmann der Nachrichtenagentur dpa. Details zu einem möglichen Sanierungsbeitrag wollte sie nicht nennen.

Betriebsrat und Gewerkschaft hoffen auf neue Investoren, die der Belegschaft eine Perspektive für die Zukunft geben. “Es ist jetzt wichtig, dass die Kollegen draußen zur Ruhe kommen“, sagte Hoffmann. Sie verwies auch darauf, dass Schlecker sich bisher tariflich gebunden hatte. “Heute noch wird nach Tarif bezahlt.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Kurz nach der Rede der britischen Premierministerin Theresa May hatte die US-Ratingagentur Moody's ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens bereits nach …
Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen
Berlin (dpa) - Die deutsche Autoindustrie kann die Kosten für die Software-Updates bei Millionen Dieselautos steuerlich absetzen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" …
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen
Proteste in London gegen Rausschmiss von Uber
Uber schien die heftigen Konflikte mit Behörden und Taxi-Branche in Europa beigelegt zu haben, doch nun sorgt London für einen Eklat. Die britische Hauptstadt will den …
Proteste in London gegen Rausschmiss von Uber
Branchenexperte: Air Berlin braucht zügigen Abschluss
Berlin/Hamburg (dpa) - Bei den Verhandlungen über eine Aufteilung der insolventen Fluglinie Air Berlin ist aus Sicht eines Branchenexperten ein zügiger Abschluss …
Branchenexperte: Air Berlin braucht zügigen Abschluss

Kommentare