Schlichtung bei der Bahn vorerst vertagt

- Berlin - Die Schlichtungsgespräche über die Sicherung von Arbeitsplätzen bei der Deutschen Bahn nach dem geplanten Börsengang sind auf den 8. September vertagt worden. Eine erste Runde in Berlin unter Leitung der Schlichter, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und des früheren sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU), brachte kein konkretes Zwischenergebnis.

Es seien lediglich die gegenseitigen Standpunkte erläutert worden, teilten Sprecher der Bahn AG und der Gewerkschaft Transnet mit. Schröder und Biedenkopf hatten zum Auftakt versichert, sie wollten einen Erfolg. Zu möglichen Lösungsmodellen äußerten sie sich aber nicht. Im Kern geht es um ein Verbot betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2010 "unabhängig von der Unternehmensstruktur", wie Transnet-Chef Norbert Hansen sagte.

Zur Form der Bahn-Privatisierung will sich die Bundesregierung bis Anfang Oktober festlegen, anschließend müssen Bundestag und Bundesrat ein Gesetz dazu beschließen. Nach der Vereinbarung vom Frühjahr 2005 dürfen alle rund 130 000 Mitarbeiter, die mindestens fünf Jahre im Konzern sind, bis Ende 2010 nicht betriebsbedingt gekündigt werden. Der Vertrag wäre nicht mehr gültig, wenn der Bahnkonzern bei einer Privatisierung geteilt wird.

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