MAN schließt 2007 deutlich besser als erwartet ab

München - Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN hat im Schlussquartal 2007 dank des Booms am Lkw-Markt stärker als erwartet zugelegt. Die eigenen Jahresziele wurden deutlich übertroffen. Im Vergleich zu 2006 sei der Umsatz im Gesamtjahr um 19 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN will auch in seinem Jubiläumsjahr von der boomenden Transport- und Energie-Nachfrage profitieren. Umsatz und operativer Gewinn sollen nach kräftigen Zuwächsen im vergangenen Jahr weiter zulegen. Beim Auftragseingang erwartet MAN eine stabile Entwicklung auf dem hohen Niveau von 2007. "Damit soll unser Jubiläumsjahr 2008 wieder ein Rekordjahr werden", sagte MAN-Chef Hakan Samuelsson am Dienstag in München laut Mitteilung. MAN feiert in diesem Jahr sein 250-jähriges Bestehen.

Im vergangenen Jahr verschaffte der anhaltende Lastwagen- und Schiffbau-Boom dem Konzern kräftigen Rückenwind. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro, der operative Gewinn legte um 57 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 1,730 Milliarden Euro zu. Beim Auftragseingang verbuchte MAN ein Plus um 17 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Jahresüberschuss von 1,225 Milliarden Euro, nach 925 Millionen im Vorjahr. Die Aktionäre sollen eine Dividende in Höhe von mindestens 35 Prozent vom Ergebnis je Aktie erhalten. Das entspräche einem Wert von mindestens 2,88 Euro, nach 2,00 Euro im Vorjahr.

In diesem Jahr solle der Konzernumsatz um mehr als 5 Prozent steigen und die Umsatzrendite auf dem Niveau von 2007 gehalten werden, kündigte Samuelsson an. Damit würde auch der operative Gewinn um mindestens fünf Prozent zulegen. "Die Fokussierung der MAN Gruppe auf die wachstumsstarken Bereiche Transport, Antrieb und Energie zahlt sich aus. MAN ist für weiteres internationales Wachstum bestens aufgestellt." Besonders in Osteuropa und Russland sieht der Konzern eine wachsende Nachfrage nach Lastwagen. Um diesen Markt zu bedienen, hatte MAN im vergangenen Jahr ein Lkw-Montagewerk in Polen eröffnet, wo im Zweischicht-Betrieb jährlich bis zu 30 000 Fahrzeuge gefertigt werden können.

Im schwächelnden Bus-Geschäft schaffte MAN 2007 allerdings die ursprünglich angepeilte Rückkehr in die Gewinnzone nicht. Die Sparte verbuchte einen operativen Verlust von 13 Millionen Euro, nach einem operativen Gewinn von 38 Millionen Euro im Vorjahr. Samuelsson hatte der Bus-Sparte eine Sanierung verordnet. Um Kosten zu sparen will das Unternehmen bis Mitte des Jahres die Stadtbus-Montage von Salzgitter nach Polen verlagern. Mit der IG Metall einigte sich MAN erst kürzlich auf einen Pakt zur Standortsicherung in Salzgitter.

Insgesamt lieferten die Nutzfahrzeuge auch im vergangenen Jahr mit 10,4 Milliarden Euro den mit Abstand größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der operative Gewinn der Sparte kletterte um knapp die Hälfte auf gut eine Milliarde Euro. Jeweils deutlich zweistellig wuchsen auch Erlöse und operativer Gewinn bei den Dieselmotoren und Turbomaschinen.

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