Schlussverkauf: Handel zeigt sich zufrieden

- München - Bereits einen Tag vor Ende des ersten "freiwilligen" Sommerschlussverkaufs hat der Handel eine positive Bilanz gezogen. "Die Beteiligung von etwa drei Viertel der Einzelhandelsunternehmen zeige, dass die Branche diese lieb gewonnene Gewohnheit beibehalten will", sagte Günter Gross, Chef des Einzelhandelsverbandes LBE.

Zwar hätten einige Handelsunternehmen das Vorjahresergebnis nicht erreicht, die meisten Geschäfte konnten jedoch ihre Lager räumen. Damit sei der Hauptzweck erfüllt. Besonders gefragt waren bei den Schnäppchenjägern reduzierte Sommerbekleidung sowie Bademoden und Sportartikel.

Auch die Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels teilen diese Einschätzung. Das Ergebnis werde von befriedigend bis gut eingeschätzt, teilte ihr Verband BAG mit. Besonders von Unternehmen, die mit innovativen Kampagnen in den Schlussverkauf gestartet seien und Kunden für ihre Sortimente begeistern konnten, sei ein guter Verlauf gemeldet worden. Laut LBE haben sich am Schlussverkauf über die Bekleidungsgeschäfte hinaus auch zahlreiche Möbelgeschäfte aber auch Bau- und Elektronikmärkte beteiligt. Dies zeige, so Günter Gross, dass die Magnetwirkung gemeinsamer Schlussverkäufe ungebrochen sei.

Dabei sieht der LBE aber noch keine Trendwende beim Konsum. Gross: "Die Kaufzurückhaltung der Kunden ist nach wie vor das dringendste Problem des Einzelhandels. Dies haben wir auch im SSV gemerkt."

In diesem Zusammenhang sprach sich der Verband erneut gegen jede Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. Der Patient Konsumlust liege seit langem auf der Intensivstation. Steuererhöhungen seien da die "absolut falsche Medizin".

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