+
Obst und Gemüse werden in der Nähe des Dorfes Gusino außerhalb von Smolensk vernichtet.

"Ethisch völlig inakzeptabel"

Schmidt kritisiert Vernichtung von Lebensmitteln in Russland

Berlin - Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat die staatlich angeordnete Vernichtung europäischer Lebensmittel in Russland scharf kritisiert.

"Immer noch hungern Menschen auf der Welt, da verbieten sich solche politischen Aktionen", sagte Schmidt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. Das Vernichten von Lebensmitteln sei "ethisch völlig inakzeptabel". 

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte kürzlich angeordnet, Produkte zu zerstören, die unter das seit gut einem Jahr geltende Embargo fallen. Dies stieß auch in der russischen Bevölkerung auf Empörung. Russland hatte das Importverbot als Antwort auf die Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise verhängt. 

Schmidt sagte der "NOZ", er sei "jederzeit und an passendem Ort" gewillt, mit Moskau über ein Ende des Einfuhrstopps von europäischen Lebensmitteln zu sprechen. "Hier muss es Bewegung geben", forderte er. Das Embargo schade in erster Linie der russischen Bevölkerung, die in der Folge unter Preisanstiegen und einer Verknappung des Angebots leide. Aber auch europäische und deutsche Bauern seien vom abrupten Ende der einst guten Beziehungen betroffen. 

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Apple kauft Musikerkennungs-App Shazam
Apple hat den Kauf der Musikerkennungs-App Shazam bestätigt. Der Preis könnte laut Medieninformationen über 400 Millionen Dollar gewesen sein. 
Apple kauft Musikerkennungs-App Shazam
Dax resigniert vor 13.200 Punkten
Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger zum Wochenbeginn vergeblich auf einen ersehnten Jahresendspurt gewartet. Nach einem frühen …
Dax resigniert vor 13.200 Punkten
Edeka will Fruchtsafthersteller Albi übernehmen
Laut dem Bundeskartellamt, will der Lebensmittelhändler Edeka den Fruchtsafthersteller Albi übernehmen. Damit will das Unternehmen die Abhängigkeit von externen …
Edeka will Fruchtsafthersteller Albi übernehmen
Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse
Bei einem ersten Gespräch von Siemens und Ministern über die Zukunft der deutschen Werke bleibt es bei Absichtserklärungen. Offen ist, ob am Ende weniger Stellen …
Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse

Kommentare