Schmiergeldaffäre: Faurecia-Chef vor Rücktritt

- Wolfsburg - In der Schmiergeldaffäre um den Autozulieferer Faurecia hat Volkswagen Strafanzeige gestellt. Mitarbeiter von Faurecia stehen in Verdacht, Schmiergelder an Einkäufer von VW, BMW und Audi gezahlt zu haben.

Die Ermittlungen erstrecken sich gegen Faurecia-Chef Pierre Lé´vi. Dieser steht nach Informationen von "Focus Online" kurz vor dem Rücktritt. "Es ist eher eine Frage von Stunden als von Tagen", wurde ein nicht genannter Faurecia-Manager zitiert. Laut Frankfurter Rundschau soll Lé´vi bereits ein Geständnis abgelegt haben. Nach Informationen von "Spiegel online" hat VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder in einem Schreiben an PSA-Chef Jean Martin Folz erklärt, sein Konzern wolle nicht länger mit Levi zusammenarbeiten. Faurecia gehört zu 70 Prozent dem französischen Autokonzern (Peugeot, Citroen).

Pischetsrieder erklärte zur Begründung der Anzeige: "Wir dulden keine illegalen Machenschaften und gehen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen jeden vor, der Recht und Gesetz verletzt und unserem Unternehmen schadet. Das gilt sowohl für Mitarbeiter unseres Hauses als auch für die unserer Geschäftspartner."

"Unser Unternehmen stellt sich schützend vor die vielen tausend Mitarbeiter und Geschäftspartner, die jeden Tag ihre Arbeit professionell und ohne jeden Tadel verrichten."

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