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MAN: Personelle Konsequenzen in der Schmiergeldaffäre

München - Die Schmiergeldaffäre im MAN-Konzern hat weitere personelle Konsequenzen. Sabine Drzisga, im Vorstand der MAN Nutzfahrzeuge AG zuständig für Controlling, Recht und Einkauf, wurde beurlaubt.

Die Managerin Sabine Drzisga - im Vorstand der Nutzfahrzeugsparte bisher zuständig für Controlling, Recht und Einkauf - sei mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden, teilte die MAN SE am Montag mit. Ihre Aufgaben übernimmt bis auf weiteres MAN-Nutzfahrzeuge-Chef Anton Weinmann. Die Staatsanwaltschaft München geht dem Verdacht nach, dass vor allem im Lastwagengeschäft Verkäufer von MAN Bestechungsgelder an Mitarbeiter von Kunden zahlten, um den Verkauf anzukurbeln.

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MAN plant Amnestie für Mitarbeiter

Zur Aufklärung der Affäre hatte MAN eine interne Untersuchung eingeleitet und ein Amnestieprogramm für auskunftswillige Beschäftigte aufgelegt. “Die laufende interne Untersuchung hat ergeben, dass bei einer großen Mehrheit der Teilnehmer am Amnestieprogramm kein relevantes rechtswidriges Verhalten vorliegt“, erklärte das Unternehmen. Darüber würden die Mitarbeiter in dieser Woche auch schriftlich informiert. “Dies bedeutet Klarheit für die Mitarbeiter und das Unternehmen.“

Zu den Hintergründen für die Beurlaubung von Drzisga wollte sich ein MAN-Sprecher unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Wegen der Schmiergeld-Affäre hatte MAN nahezu die komplette Vertriebsführungsmannschaft der Nutzfahrzeugsparte in Deutschland neu besetzt. Im Sommer hatte deshalb auch der Vertriebsvorstand von MAN Nutzfahrzeuge, Peter Erichreineke, seinen Posten geräumt. Die Staatsanwaltschaft München hat in der Affäre weit mehr als 100 Beschuldigte im Visier.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

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