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Schmiergeld-Vorwürfe gegen Deutsche Bank in Polen

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- Warschau/Frankfurt - Die Deutsche Bank soll bei ihrem Versuch einer feindlichen Übernahme der polnischen BIG Bank Gdanski (heute Bank Millennium) im Jahr 2000 mit Schmiergeldzahlungen in Höhe von 6,5 Millionen Dollar nachgeholfen haben. Diesen Vorwurf erheben die polnische Tageszeitung "Rzeczpospolita" und der private Fernsehsender TVN. Die Deutsche Bank wies die Vorwürfe am Donnerstag in Frankfurt zurück.

Anfang 2000 habe die Deutsche Bank vorübergehend die Kontrolle über die BIG Bank Gdanski erlangt, indem sie die Vorstandschefs zweier staatlichen Versicherungsgesellschaften bestochen habe, hieß es in den polnischen Medienberichten. Die beiden Unternehmen hielten damals Anteile an der BIG Bank Gdanski, die wiederum an den Versicherungen beteiligt war. Die Manager hätten damals in einer wichtigen Abstimmung entgegen den Anweisungen der polnischen Regierung gehandelt und es der Deutschen Bank ermöglicht, den Vorstand der BIG Bank zu bestimmen. Da sich diese Vorgänge zu einem großen öffentlichen Skandal ausweiteten, scheiterte der Übernahmeversuch.

"Rzeczpospolita" und TVN verfügen nach eigenen Angaben über Dokumente, die beweisen, dass die Deutsche Bank den beiden PZUManagern "Beratungshonorare" in Höhe von 6,5 Millionen Dollar bezahlt habe.

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