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Weil Bayern und Nicht-Bayern den Freistaat so lieben, steigen die Immobilienpreise immer weiter. In vielen bayerischen Regionen ist auf Jahre hinaus mit stetigem Zuzug zu rechnen, in manchen sogar mit einem Geburtenüberschuss.

Immobilien in Bayern

Die Schnäppchenjagd wird schwieriger

München - Jahrelang war der Immobilienmarkt in Bayern gespalten. In attraktiven Regionen gewann das Betongold an Wert. In anderen sanken die Preise. Nun geht es überall aufwärts.

Hamburg gilt neben München als attraktivste deutsche Stadt zum Wohnen und Leben – und als extrem teures Pflaster. Doch wer dort eine gebrauchte Eigentumswohnung in mittlerer bis guter Wohnlage kauft, muss für einen Quadratmeter nach dem LBS-Immobilienpreisspiegel mit einem Preis von 2700 Euro rechnen. Das sind nur rund drei Viertel der 3500 Euro, die man in München für eine vergleichbare Wohnung zahlen müsste.

In Bayern käme man mit 2700 Euro auch zum Zug – nur eben in Regensburg. Das Beispiel zeigt, wie weit sich die Strahlkraft Bayerns, die sich lange Zeit auf München und das Alpenvorland konzentrierte, inzwischen auf große Teile des Freistaats ausgeweitet hat. Die Hochpreis-Region um den Flughafen endet nun nicht mehr zwischen Moosburg und Landshut.

„Bayern bietet eine hohe Lebensqualität und eine hervorragende Arbeitsmarktsituation“, sagt Franz Wirnhier, Chef der LBS Bayern. „Deshalb wollen viele Menschen hier leben und in Wohneigentum investieren.“

Wer versucht, günstige Immobilien zu finden, muss schon sehr genau hinsehen, um dabei Erfolg zu haben. Fast alle Städte (kleinere Orte werden im LBS-Spiegel nicht erfasst) in einem 50-Kilometer-Ring um München gehören zu den teuersten in Deutschland – mit einer Ausnahme: Augsburg. Dort ist eine gebrauchte Eigentumswohnung schon für 1700 Euro pro Quadratmeter zu bekommen. Man investiert weniger als die Hälfte als in München. Ähnliches gilt fürs gebrauchte Reihenhaus: 575 000 Euro zu 290 000 Euro.

Dabei haben die Preise auch in Augsburg bereits angezogen. Und sie dürften weiter steigen. Die Umfrage des Genossenschaftsverbands zur künftigen Immobilienpreisentwicklung ergab für Schwaben fast den gleichen Wert wie für Oberbayern. 72,3 Prozent der Genossenschaftsbanken erwarten steigende Preise (Oberbayern 76,1 Prozent). Niedrige Zinsen und Inflationsangst wecken wohl die Investitionsbereitschaft der schwäbischen Hausfrau. Für sie aber geht es sogar noch besser. Friedberg, eine Kreisstadt direkt vor den Toren der Schwaben-Metropole. Dort kostet der Quadratmeter Gebrauchtwohnung sogar nur 1550 Euro.

von Martin Prem

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