Schneemangel vermiest Wintergeschäft

Sportartikelbranche: - München - Der schneearme Winter bremst das Wachstum in der Sportartikelbranche. Gerade im wichtigen Weihnachtsgeschäft waren Skier und Winterbekleidung in den Geschäften liegen geblieben. "Wir hatten einen gewaltigen Einbruch im November und Dezember", sagte Werner Haizmann, Präsident des Verbandes Deutscher Sportfachhandel (VDS. Nach der Fußball-WM-Euphorie stellen sich Händler und Hersteller für 2007 auf langsameres Wachstum ein. Ab Sonntag präsentieren sie sich in München auf der Sportartikelmesse ispo Winter (4. bis 7. Februar).

Das Jahr 2006 ist für die Branche vor allem wegen der Fußball-WM gut gelaufen. Der deutsche Sportfachhandel steigerte den Umsatz nach Angaben des Branchenverbands VDS um 1,8 Prozent auf 7,13 Milliarden Euro. Dabei legte der Fußballbereich um 30 Prozent zu. "Hier schlägt die Fußball-WM in Deutschland und die damit verbundene tolle Stimmung im Land voll durch", sagte Haizmann. Die Geschäfte hofften, diesen Erfolg im nächsten Jahr anlässlich der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz zu wiederholen.

Noch hat die Branche auch das laufende Wintergeschäft nicht abgeschrieben. "Man sollte die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen", sagte Siegfried Paßreiter vom Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI). Da Ostern spät liege, könne die Skisaison durchaus bis Mitte April dauern. Möglicherweise komme man noch einmal mit einem blauen Auge davon.

Die Grundstimmung in der Branche ist trotz des bisher schwachen Winters und der fehlenden Fußball-WM positiv. 54 Prozent der Hersteller bezeichnen derzeit laut BSI-Umfrage ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut, fast alle rechnen mit mindestens gleich guten Geschäften in den kommenden Monaten. Auch die Händler sind verhalten zuversichtlich. Er rechne auch für 2007 mit einem leichten Umsatzplus von 0,5 Prozent, sagte Haizmann. Auf der ispo präsentieren in diesem Jahr 1970 Unternehmen (Vorjahr: 1633) ihre neuesten Produkte. Damit ist es die weltgrößte Messe ihrer Art.

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