Schnelle Bahnstrecken nach Paris gut genutzt

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Frankfurt/Main (dpa) - Die schnellen Bahnverbindungen mit dem ICE von Frankfurt und dem TGV von Stuttgart nach Paris haben nach Angaben von Alleo-Geschäftsführer Frank Hoffmann die Erwartungen übertroffen.

"Wir liegen mit mehr als 700 000 Fahrgästen weit zweistellig über Plan", sagte der Geschäftsführer des Gemeinschaftsunternehmens der Deutschen Bahn und der französischen Bahn SNCF der "Frankfurter Rundschau" (Samstag). Er sei sehr optimistisch, dass das Ziel von 1,2 Millionen Fahrgästen in diesem Jahr erreicht werde.

Der planmäßige Verkehr von ICE und TGV von Frankfurt und Stuttgart nach Paris war am 10. Juni 2007 aufgenommen worden. Die Nordroute von Frankfurt über Mannheim, Kaiserslautern und Saarbrücken wird ausschließlich vom ICE bedient. Auf der Verbindung von Stuttgart über Karlsruhe und Straßburg kommt der französische TGV zum Einsatz. Die Fahrtzeit liegt unter vier Stunden. "Wir bieten vielen Firmen unsere Zugkontingente als Alternative zum Flug an. Das läuft sehr gut", sagte Hoffmann.

Der Alleo-Geschäftsführer sieht allerdings noch einen "Nachholbedarf" in Frankreich. Zwei Drittel der Reisenden seien Deutsche, nur ein Drittel Franzosen. Deshalb arbeite das Unternehmen eng mit den Tourismusverbänden in Süddeutschland zusammen, um mehr Franzosen nach Deutschland zu locken. Hoffmann räumte ein, dass der ICE bei den Kunden besser abschneidet als der TGV. "Der ICE wird als geräumiger empfunden, und besonders das Zugrestaurant kommt bei Franzosen toll an", sagte er.

Möglicherweise werde der ICE von Frankfurt nach Paris künftig in der Champagne noch einen Halt einlegen. "Das würde günstige Umsteigeverbindungen zu den TGV-Zügen nach Süd- und Westfrankreich ermöglichen", sagte der Alleo-Geschäftsführer. Von Juli an solle es einen Bus-Shuttle von der Gare de l'Est in Paris zum Disneyland geben. "Später wollen wir auch den dortigen Bahnhof direkt anfahren."

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