1. Startseite
  2. Wirtschaft

Aldi, Lidl, dm oder Apotheke: Das sind die 20 besten Corona-Schnelltests für zu Hause

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Markus Hofstetter

Kommentare

Ein Corona-Selbsttest-Set des südkoreanischen Herstellers SD Biosensor, der in Deutschland Roche vertrieben wird
Roche vertreibt in Deutschland Corona-Selbsttests des südkoreanischen Herstellers SD Biosensor © Eckhard Stengel/imago

Viele Menschen kaufen Corona-Schnelltests im Handel und in Apotheken. Doch wie zuverlässing sind sie und wie sicher erkennen sie die Omikron-Variante.

München - Schnelltests* sind aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Neben Impfungen sind sie eine der zentralen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona*-Pandemie. Hinzu kommt, dass vielerorts die 2G-Plus-Regel* gilt. Das bedeutet, das zum Beispiel in Gastronomie oder Kinos nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben, wenn sie einen Test vorzeigen können. Ausgenommen sind Personen mit einer Auffrischungsimpfung. Auch viele Unternehmen verlangen Tests für das Büro. Ebenso wird im privaten Umfeld wird viel getestet, zum Beispiel beim Besuch von Verwandten.

Corona-Schnelltests: Alle untersuchten Tests erfüllen Anforderungen

In Deutschland sind rund 600 unterschiedliche Corona-Tests erhältlich. Um auch wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollten sie zuverlässig das Coronavirus nachweisen. Das Handelsblatt hat 20 Schnelltests, die im Handel und in Apotheken besonders oft angeboten werden, unter die Lupe genommen. Diese wurden mit Untersuchungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) abgeglichen, die die Wirksamkeit von Schnelltests zum Inhalt haben.

Ein erstes Ergebnis ist, dass alle 20 Tests die geforderte Mindest-Sensitivität von 75 Prozent erfüllen, viele erreichen sogar einen Wert von 100 Prozent. Die Sensitivität bestimmt die Wirksamkeit eines Tests, je näher der Wert an 100 ist, desto besser erkennt er das Coronavirus. Dies gilt auch für den Nachweis der Omikron-Variante. Damit Schnelltests aber eine Infektion erkennen, muss zum Testzeitpunkt eine hohe Viruslast bestehen.

Corona-Schnelltests: Unübersichtliches Angebot

Die 20 vom Handelsblatt in Augenschein genommenen Tests wurde auf Basis von Absatzzahlen in Apotheken ausgewählt. Darunter sind auch Marken, die im Lebensmittelhandel und in Drogerien verkauft werden. Eine Ausnahme ist der Schnelltest von Siemens Healthineers, der vor allem von Behörden gekauft wird, zum Beispiel für den Einsatz in Schulen.

Als eine Herausforderung erwies sich für das Handelsblatt die Unübersichtlichkeit des Angebots. Denn viele Tests von Herstellern aus Asien werden in Deutschland über verschiedene Anbieter, in unterschiedlichen Verpackungen und Ausführungen und mit unterschiedlichen Produktnamen verkauft. Auch große Anbieter wie Roche oder Siemens Healthineers kaufen ihre Tests bei anderen Herstellern, Roche etwa bei der südkoreanischen Firma SD Biosensor, Siemens bei Healgen Scientific aus den USA. Welche Schnelltests zuverlässig sind und welche oft falsch liegen, weiß 24vita.de*.

Corona-Schnelltests: Steil steigende Nachfrage zum Jahresende

Unbekannt ist, wie viele Schnelltests in Deutschland verkauft werden. Einen Hinweis geben die Verkaufszahlen in Apotheken, die vom Marktforschungsunternehmen Insight Health kommen. Demnach machten sie im vergangenen Jahr mit Covid-19-Tests der 16 führenden Anbietern einen Umsatz von über 178 Millionen Euro. Die Statistik beinhaltet sowohl Schnelltests für Laien als auch für den professionellen Einsatz, zum Beispiel Tests, die das Level der Antikörper messen.

Eine Erkenntnis der Marktforscher ist auch, dass zum Jahresende 2021 die Verkaufszahlen steil angestiegen sind. Verkauften Apotheken in viele Monaten unter eine Million Packungen, stieg der Absatz im November und Dezember auf je über sechs Millionen Einheiten. Ein Packungseinheit kann dabei auch mehrere Tests beinhalten.

Corona-Schnelltests: Lukratives Geschäft

Das Geschäft mit den Schnelltests ist für die Anbieter äußerst lukrativ. Allein Siemens Healthineers machte laut Handelsblatt im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von über 1,1 Milliarden Euro Umsatz mit Schnelltests für Laien. Absatznehmer war hauptsächlich Behörden.

Hohe Absatzzahlen verzeichnen demnach auch Anbieter, die Tests von unterschiedlichen Herstellern aus Asien verkaufen. Dazu zählen Markennamen wie Hotgen, Boson, Anbio oder MP Biomedical. Diese drei Marken sind oftmals auch in den Filialen und Onlineshops von Lidl*, Aldi Süd*, Rewe*, dm* und Rossmann* erhältlich. *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare