Schörghuber holt Ex-Finanzvorstand zurück - Künftiger Vorstandschef

München - Der Brau- und Immobilienkonzern Schörghuber holt seinen früheren Finanzvorstand Klaus Naeve aus der Selbstständigkeit zurück und überträgt ihm die operative Unternehmensführung. Gemeinsam mit dem derzeitigen Finanzvorstand Hans-Peter Hoh soll der 58- jährige Naeve künftig als Vorstandsvorsitzender die Geschäfte der Unternehmensgruppe führen.

Der Brau- und Immobilienkonzern Schörghuber holt seinen früheren Finanzvorstand Klaus Naeve aus der Selbstständigkeit zurück und überträgt ihm die operative Unternehmensführung. Gemeinsam mit dem derzeitigen Finanzvorstand Hans-Peter Hoh werde der 58- jährige Naeve künftig als Vorstandsvorsitzender die Geschäfte der Unternehmensgruppe führen, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Sein Wiedereintritt in das Unternehmen sei zum 1. Januar vorgesehen. Hoh werde sich künftig verstärkt der Brau Holding International widmen, deren Geschäftsführungsvorsitz er kürzlich übernommen hatte, hieß es. Als Vorsitzende des Stiftungsrates bestimme künftig zudem Alexandra Schörghuber, die Witwe des kürzlich verstorbenen Unternehmers Stefan Schörghuber, die Leitlinien der Unternehmenspolitik.

Erst vor etwa zwei Wochen hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass Alexandra Schörghuber an die Spitze der Familienstiftung trete und damit die Aufgaben ihres im November verstorbenen Mannes übernehme. Bereits zu diesem Zeitpunkt sei die Berufung Naeves geplant gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Jurist und Steuerberater Naeve war bereits seit 1995 in verschiedenen Vorstandspositionen in den Bereichen Getränke sowie Bauen und Immobilien bei der Unternehmensgruppe tätig und hatte sich 2003 mit einer Steuerberatungsgesellschaft selbstständig gemacht. Seither habe er neben anderen namhaften Klienten vor allem auch Schörghuber betreut, hieß es. Mit der Berufung Naeves an die Vorstandsspitze seien die personellen Weichen für die Zukunft des Unternehmens umfassend gestellt. Naeve trete seine Aufgabe mit dem Anspruch an, "nicht nur Kontinuität und Stabilität zu sichern, sondern auf allen Geschäftsfeldern eine neue Phase der Stärke einzuleiten", erklärte Alexandra Schörghuber.

Zugleich trat sie Spekulationen um eine mögliche Trennung vom Brauerei-Geschäft entgegen. Mit der Zukunftsoffensive der Brauereien gebe die Unternehmensgruppe eine "an Deutlichkeit nichts zu wünschen lassende Antwort auf die Gerüchte, wonach sie sich aus dem Biergeschäft zurückziehen wolle", hieß es in der Mitteilung.

dpa

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