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Klaus N. Naeve, Vorstandsvorsitzender der Schörghuber Unternehmensgruppe.

Bierabsatz wächst gegen den Trend

München - Die Schörghuber Unternehmensgruppe ist an der Paulaner Brauerei beteiligt. Ein Geschäftsbericht überrascht Bier-Freunde nun - denn ein vermeintliches "Underdog"-Bier ist auf dem Vormarsch.

Von der Paulaner-Brauerei in München über Hotels auf Mallorca bis zur Fischzucht in Chile – die Schörghuber Unternehmensgruppe ist weltweit aktiv. Kern ist aber das Getränke- und Immobiliengeschäft in Deutschland. In beiden Sparten steigerte das Münchner Familienunternehmen seinen Gewinn.

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Erstmals in der 59-jährigen Unternehmensgeschichte legte die Schörghuber Gruppe einen Geschäftsbericht vor. „Wir wollen damit Transparenz schaffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Naeve bei der Vorstellung der Zahlen in München. Der Bericht sei dagegen nicht gedacht, um Investoren zu gewinnen, betonte Naeve.

Insgesamt erzielte die Gruppe 2011 einen Umsatz von 1,06 Milliarden Euro – ein Rückgang von 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Naeve begründete dies mit den üblichen Schwankungen im Immobiliengeschäft. So werde der Umsatz der verkauften Wohnungen erst bei Übergabe bilanziert. Der Gewinn nach Steuern kletterte dagegen um gut 62 Prozent auf 117,7 Millionen Euro.

Zufrieden zeigte sich Naeve mit dem Immobiliengeschäft. Allein in München plant die Bayerische Hausbau als Projektentwickler der Schörghuber Gruppe derzeit 3600 Wohnungen. Bundesweit sind es 4500. Für Aufsehen sorgte im Dezember der Kauf der Zentrale der HypoVereinsbank in der Kardinal-Faulhaber-Straße in München. Was nach dem Auszug der Bank mit dem historischen Gebäude geschieht, sei noch offen, sagte Naeve. Die Idee, ein Hotel einzurichten, bezeichnete er als „spannend“. Aber auch eine Büronutzung sei möglich.

Einen leichten Zuwachs verzeichnete das Unternehmen in der Getränkesparte. Die Schörghuber Gruppe ist unter anderen an den Brauereien Paulaner und Kulmbacher beteiligt. Der Gesamtausstoß stieg um 0,7 Prozent auf 6,13 Millionen Hektoliter. Der Bierabsatz legte um 0,5 Prozent auf 5,34 Millionen Hektoliter zu. „Wir wachsen in einem schrumpfenden Markt“, so Naeve. Gerade alkoholfreies Bier verkaufte sich besser.

Noch im Aufbau befindet sich die Lachszucht in Chile. In den nächsten drei Jahren soll die Produktion auf 40 000 Tonnen im Jahr wachsen. Naeve begründete die Investition mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Lachs. Derzeit werde das Geschäft allerdings durch sinkende Preise belastet. Naeve gibt sich dennoch gelassen: Fischzucht sei ähnlich wie Immobilien ein langfristiges Geschäft

Steffen Habit

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