Schörghuber-Gruppe kauft weiter ein

- Mossautal/München - Die Schörghuber-Gruppe kauft weiter mittelständische Brauereien auf. Über ihre badischen Brauhäuser Fürstenberg und Hoepfner übernimmt Schörghubers Brau Holding International die in Finanznot geratene Privatbrauerei Schmucker aus Mossautal im Odenwald.

Schmucker und die Schörghuber-Gruppe gaben das Geschäft am Freitag bekannt und bestätigten damit einen Bericht des "Darmstädter Echo" vom gleichen Tag. Zuletzt hatte Schörghuber über die Tochter Hacker-Pschorr die Weissbierbrauerei Hopf übernommen.

Das 1780 gegründete Familienunternehmen Schmucker beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und braut 200 000 Hektoliter Bier im Jahr. Mit einer größeren Investition in technische Anlagen und eine Lagerhalle hatte sich Schmucker vor drei Jahren hoch verschuldet. In der Folge war die Brauerei angesichts des schrumpfenden Biermarktes in eine finanzielle Schieflage geraten.

Schmucker-Geschäftsführer Friedrich Martin Lippmann hatte wegen der Finanzprobleme bereits seit einiger Zeit nach einem Investor gesucht. Zu den Bedingungen für eine Übernahme gehörte der Erhalt der Marke, des Standortes und der Arbeitsplätze. Unter den Interessenten waren auch regionale Brauereien wie Pfungstädter aus der Nähe Darmstadts sowie Eder und Heylands aus Aschaffenburg.

Die BHI gehört zu 50,1 Prozent der Schörghuber Unternehmensgruppe und zu 49,9 Prozent dem holländischen Bierkonzern Heineken. In den vergangenen Jahren hat sie eine ganze Reihe kleinerer regionaler Brauereien aufgekauft. Mit Marken wie Paulaner, Hacker-Pschorr, Kulmbacher und Karlsberg erzielt sie mittlerweile einen Absatz von zehn Millionen Hektoliter und einen Marktanteil von zwölf Prozent am deutschen Biermarkt.

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