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Olaf Scholz ruft die Unternehmen zu mehr Lehrstellen auf.

Scholz appelliert an Unternehmen für mehr Lehrstellen

Berlin - Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat an die Wirtschaft appelliert, auch in diesem Jahr wieder 600 000 neue Ausbildungsverträge bereitzustellen.

“Wenn wir verhindern wollen, das Jugendliche jetzt in der Krise vollständig abgehängt werden, dann brauchen wir wieder 600.000 Arbeitsplätze“, heißt es in einem der dpa am Dienstag in Berlin vorliegenden Schreiben des Ministers an die Mitglieder des Lenkungsausschusses zum Lehrstellenpakt. Dies könne gelingen, “wenn wir alle guten Willens sind und uns anstrengen“.

Der Lenkungsausschuss kommt am Freitag zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Ihm gehören die Spitzen der Wirtschaftsverbände, Vertreter der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie mehrere Bundesminister an. Scholz reagierte mit seinem Appell auf Befürchtungen, wonach in diesem Jahr wegen der Krise rund 50.000 Lehrstellen weniger als im Vorjahr zur Verfügung stehen könnten. Er rief die Unternehmen dazu auf, die vielfältigen Fördermöglichkeiten zu nutzen. Dazu zählt künftig auch die Unterstützung für Betriebe, die Lehrlinge aus insolventen Unternehmen aufnehmen und deren Ausbildung fortführen.

Dass sich rückläufige Bewerberzahlen abzeichneten, dürfe kein Grund sein, die Zahl der Ausbildungsplätze “in gleichem Maße“ zu reduzieren. “Es gibt noch sehr viele Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen“, schreibt Scholz. Aktuelle Zahlen der BA und des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigten, dass unter den aktuell gemeldeten Bewerbern 247.344 Altbewerber seien, darunter 35.072 Arbeitslose. Scholz wies darauf hin, dass im guten Ausbildungsjahr 2007/2008 gut 620.000 gemeldeten Bewerbern bei der BA nur knapp 512.000 gemeldete Lehrstellen gegenüberstanden. Am Ende habe es dann doch dank der vereinten Anstrengungen gut 616 000 neue Ausbildungsverträge gegeben.

dpa

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