Schrempp: "Unsere Strategie wankt nicht"

- Stuttgart - Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp sieht den Automobilkonzern auch nach dem Rückzug bei Mitsubishi und dem Ausstieg bei Hyundai strategisch auf dem richtigen Weg. In einem Interview mit dem "Manager Magazin" sagte der Automanager, er sehe nicht, wo die Strategie wanke. "Es ändert sich nichts, außer dass vermutlich unser Anteil an Mitsubishi sinkt, weil wir uns nicht an einer Kapitalerhöhung beteiligen."

<P>Schrempp wies zugleich Berichte über einen geplanten "Umsturz" an der Daimler-Chrysler-Spitze in den Tagen der dramatischen Mitsubishi-Entscheidung als "Unsinn" zurück. Das ganze Thema sei in der Öffentlichkeit "dramatisch hochgespielt worden". Die Diskussion über die Entscheidung, kein Geld mehr in die japanische Beteiligung zu stecken, sei in den Details sicher ungewöhnlich gewesen. "Dass eine Gruppe in diese, eine zweite in die andere Richtung" gelaufen sei, finde er aber nicht spektakulär. "Wir brauchen konstruktive und kontroverse Diskussionen, keine Harmoniesauce", sagte Schrempp zur Arbeit des Vorstandes.<BR><BR>Der Autoboss sagte erneut, dass auch er die Entscheidung bedauere, dass Wolfgang Bernhard nicht neuer Chef der MercedesGruppe geworden sei. Aber unter den gegebenen Umständen habe der Aufsichtsrat keine andere Wahl gehabt.<BR><BR>Von Chrysler in den USA erwartet Schrempp in diesem Jahr ein "deutlich positives Ergebnis". Allerdings sei man noch nicht dort, wo man sein wolle. Nach wie vor sei die Wettbewerbssituation hart, müsse der Konzern hohe Rabatte gewähren. Eine ähnliche Entwicklung prophezeite Schrempp dem chinesischen Markt. "Sie werden dort bald einen Wettbewerb erleben wie in Europa oder den USA."<BR><BR>An einen vorzeitigen Rücktritt denkt Schrempp nicht. Er habe vor, seinen Vertrag, der bis 2008 läuft, zu erfüllen.<BR><BR></P>

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